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Selbsthilfe im Betrieb

Die Unterstützung durch Selbsthilfe bei chronischen Erkrankungen am Arbeitsplatz ist seit einigen Jahren ein Thema mit steigender Bedeutung.

Das Leben und Arbeiten mit einer chronischen Erkrankung ist mit allen damit verbundenen Schwierigkeiten auch ein Erfahrungsschatz. Durch den Austausch der Betroffenen in Selbsthilfe-Gruppen fließen diese unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen zusammen. Dieses Potenzial sollte genutzt werden auch für Betroffene, die ohne den Rückhalt der Selbsthilfe im Arbeitsprozess stehen.

Das Präventionsgesetz § 20b SGB V unterstützt den Aufbau gesundheitsfördernder Strukturen in Betrieben, sowie die Beteiligung der Beschäftigten bei der Entwicklung und Durchführung von Projekten in diesem Zusammenhang.

Diese positiven Entwicklungen können sinnvoll unterstützt werden z.B. durch den Hinweis auf bestehende Selbsthilfegruppen in der Region oder die Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen, die in Betrieben die Möglichkeit bekommen zu informieren.

In einem dreijährigen Verbundprojekt arbeiten seit 2016 die Rheuma-Liga NRW, die AIDS-Hilfe NRW und die Deutsche Multiple-Sklerose Gesellschaft. Sie befassen sich mit Hindernissen und Chancen, die mit einer chronischen Erkrankung bei Berufstätigen einhergehen. Die Zwischenergebnisse des Projektes wurden der Gesundheitsselbsthilfe NRW im März in einem Selbsthilfecafé vorgestellt und diskutiert.