Die Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen wächst weiter und gewinnt insbesondere im Bereich psychischer Erkrankungen zunehmend an Bedeutung. Das zeigt eine aktuelle Abfrage der KOSKON NRW bei Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros in NRW.
Im Jahr 2025 wurden landesweit rund 687 neue Selbsthilfegruppen zu etwa 128 verschiedenen Themen gegründet. Mit 38 Prozent entfiel der größte Anteil der Neugründungen auf psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen. Am häufigsten entstanden Gruppen zu Depressionen, gefolgt von ADHS, Krebs und Einsamkeit.
Die Ergebnisse verdeutlichen den hohen Bedarf an Austausch und gegenseitiger Unterstützung ergänzend zur professionellen Versorgung sowie die große Themenvielfalt in der Selbsthilfe. Gleichzeitig zeigen sie, dass Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros bei der Begleitung und Unterstützung von Gruppen eine immer wichtigere Rolle einnehmen.
Um die Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu stärken, braucht es daher weiterhin eine verlässliche und ausreichende Finanzierung durch Land, Kommunen, Krankenkassen und Träger.
Alle Ergebnisse der Abfrage von KOSKON NRW finden Sie hier.