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Selbsthilfe und Demenz - Möglichkeiten und Grenzen der Selbstorganisation

Die KOSKON Fachtagung am 11.11.2013 in Essen bot Beiträge aus unterschiedlicher fachlicher und persönlicher Perspektive zum Thema Demenz, die in der Tagungsdokumentation in eindrucksvoller Weise dargestellt werden.

Zum Inhalt:
Rund 50 Teilnehmende trafen sich im Hause der BKK-NORDWEST zur Tagung. Sie kamen aus Selbsthilfe-Kontaktstellen, weiteren professionellen Einrichtungen und ebenso aus persönlicher Betroffenheit als demenziell Erkrankte oder pflegende Angehörige.

Der Experte zu Fragen des Älterwerdens Erich Schützendorf stimmte mit seinem engagierten und eindrücklichen Vortrag in das Thema ein. Er gab ein Plädoyer ab, menschliches Verhalten nicht auf vermeintlich funktionale und kognitive Verhaltensweisen einzuengen, sondern den Blick zu erweitern und auch anderen Ausdrucksweisen Sinnhaftigkeit zuzugestehen, sie zu akzeptieren und zu respektieren.
In weiteren Vorträgen wurden in NRW bestehende Unterstützungsstrukturen für demenziell Betroffene erläutert: Gerlinde Strunk-Richter stellte die Landesinitiative Demenz-Service NRW vor und führte die Netzwerk-Arbeit zwischen diversen Einrichtungen zu diesem Thema aus.

Nina Lauterbach-Dannenberg vom Landesverband der Alzheimer-Gesellschaften NRW beschrieb insbesondere das Projekt „Leben mit Demenz“, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Pflegende Angehörige zu unterstützen.
In einem anschließenden Podiumsgespräch kamen demenziell Betroffene und Pflegende Angehörige zu Wort, die ihre Erfahrungen in Selbsthilfegruppen schilderten. Der bei dem Podiumsgespräch mit Erfahrungen aus der Praxis vorgestellte Ansatz „Unterstützte Selbsthilfegruppe für Menschen mit Demenz“ wurde abschließend von Hilde Hartmann-Preis und Elke Riedemann weiter erklärt. Sie sind tätig beim Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet, begleiten dort eine Unterstützte Selbsthilfegruppe und sind in der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Unterstützte Selbsthilfe für Menschen mit Demenz engagiert.