Telefon: 02166 / 24 85 67

Neue Themen in der Selbsthilfebörse

In der Selbsthilfebörse der KOSKON können sich Menschen eintragen, die von einer Erkrankung bzw. einem Problem betroffen sind und den Austausch über ihre Erkrankung mit anderen Betroffenen suchen. Voraussetzung für einen Eintrag ist, dass in NRW zu diesem Thema keine Selbsthilfegruppe arbeitet. Seit dem letzten Rundbrief gibt es zu nachfolgenden Themen neue Einträge von Betroffenen, die auf diesem Wege Gesprächspartner/innen suchen:

  • Häusliche Gewalt gegen Männer - Häusliche Gewalt durch Frauen. “Männer und Jungen, die Opfer häuslicher Gewalt durch ihre Frau/Freundin, Mutter oder andere weibliche Personen wurden finden kaum Hilfe und Unterstützung“. Ein Betroffener wünscht Gesprächsaustausch.
  • Unschuldig im Gefängnis „Wie in dem Buch ´Unrecht im Namen des Volkes´ beschrieben, sitzen viele Menschen nur aufgrund einer Falschaussage viele Jahre im Gefängnis.“ Der Kontaktsuchende ist selbst betroffen und hat weitere Fälle recherchiert. 
  • Penisamputation mit Anlage einer Boutounniere „Nach der Amputation war der Verlauf gut. Ich habe nun einen Schwerbehindertenausweis beantragt. Da ich nun laufend die Toilette besuchen muss beantrage ich die Parkerleichterung "aG light. Mein Antrag wurde beim Ordnungsamt abgelehnt, der Einspruch läuft. Wer hat Erfahrung in solchem Fall?“

Den Kontakt vermittelt KOSKON.

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Neu aufgelegt: KOSKON-Broschüren 2013

Die Broschüren „Selbsthilfe-Unterstützung in NRW 2013“ und „Landesweite Selbsthilfevereinigungen incl. Fach- und Beratungsstellen in NRW 2013“ liegen dem Rundbrief bei. Weitere Exemplare können kostenlos über KOSKON bestellt werden. Die Mail-Empfänger/innen des Rundbriefes erhalten selbstverständlich ebenfalls per Post jeweils ein Exemplar der Adressbroschüren.

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KOSKON-Fachtagung „Netzwerke(n) in der Selbsthilfe am 26.09.2012

Mehr als 100 Akteure und Akteurinnen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen setzten sich an diesem Tag mit dem Thema „Netzwerke(n) in der Selbsthilfe“ auseinander.
In einem kurzweiligen, lebendigen und praxisnahen Beitrag präsentierte der erste Fachreferent des Tages, Dr. Matthias Teller, seinen Vortrag „Soziale Netzwerke – Netzwerktypen und Netzwerkstrategien – Eine Einführung in die Netzwerkperspektiven“. Nach diesen grundlegenden Betrachtungen folgte mit dem zweiten Fachvortrag von Herrn Prof. Dr. phil. Hans Joachim Gehrmann ein spezialisierter Beitrag zum Thema „Netzwerkpotenziale im virtuellen Sozialraum“. Hier wurde vertiefend auf den relativ neuen Netzwerk-Raum eingegangen, der sich für die unterschiedlichsten Themenbereiche als mögliche Aktionsplattform anbietet.
Am Nachmittag boten sechs Workshops zu unterschiedlichsten Netzwerkansätzen die Möglichkeit, bestehende Netzwerke kennen zu lernen und sich konkreter mit Nutzen und Möglichkeiten der verschiedenen Formen auseinander zu setzen.
Die Ergebnisse der Tagung werden in einer Dokumentation festgehalten, die im ersten Quartal 2013 veröffentlicht werden wird. Nach Drucklegung wird KOSKON eine entsprechende Information auf die Website stellen – sie kann dann kostenfrei bestellt werden.

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Förderung von örtlichen Selbsthilfegruppen durch die Krankenkassen nach § 20 SBG V

Die gesetzlichen Krankenkassen in NRW wertschätzen die Arbeit der Selbsthilfegruppen und -verbände sowie der Selbsthilfekontaktstellen und unterstützen sie bereits seit vielen Jahren. Aus ihrer Sicht ist die überwiegend ehrenamtliche Selbsthilfe eine wichtige und notwendige Ergänzung der professionellen Angebote im gesundheitlichen Versorgungsbereich. Deshalb wird die Arbeit der Selbsthilfe in NRW von den Krankenkassen auf der Grundlage des § 20 SGB V finanziell unterstützt.  

Grundlegende Informationen rund um das Förderverfahren und die Rahmenbedingungen finden sich auf der Website www.gkv-selbsthilfefoerderung-nrw.de. Hier sind auch die Adressen der federführenden Krankenkasse bzw. der beauftragten Selbsthilfekontaktstelle hinterlegt sowie das Antragsformular. Die Anträge sollten bis zum 31. März des jeweiligen Förderjahres eingereicht werden.

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Projekt "Selbsthilfe baut Brücken" entwickelt türkischsprachige DVD

Das Projekt “Selbsthilfe baut Brücken“ (Türkischsprachige DVD) hat das Ziel, durch die Produktion von passgenauen Medien Menschen mit türkischem Migrationshintergrund so anzusprechen, dass diese die Wirkungsweise der Selbsthilfe verstehen, den Gedanken der Selbsthilfe als positives, ergänzendes Element begreifen, die Selbsthilfe gegebenenfalls in die eigene Lebensplanung integrieren und aktiv Selbsthilfegruppen aufsuchen.

Spezielle Faktoren, welche die Nutzung der Selbsthilfe durch u.a. türkische Migranten erschweren sind:

  • Starker Familien- bzw. Kulturkreis-Bezug
  • Ehr- bzw. Schamgefühl spielen eine große Rolle
  • Ausgeprägte Autoritäten- und Expertengläubigkeit
  • Wenig Wissen über die Arbeitsweise von Selbsthilfegruppen
  • Spezielles Medienverhalten und schlechte Sprachkenntnisse

Das Projekt sieht die Produktion von türkisch/deutschsprachigen DVDs vor, die von deutschen und muttersprachlichen Multiplikatoren landesweit eingesetzt werden können. Dabei ist an folgende Multiplikatoren gedacht:

Ärzte, Moscheen, türkische Vereine, deutsche und türkische Beratungsstellen, Krankenkassen, Krankenhäuser, Selbsthilfe-Kontaktstellen, Pflegestützpunkte.

Weitere Informationen und Kontaktdaten unter www.parisozial-warendorf.de oder direkt über: 

Herrn Serhat Ulusoy, Projektkoordinator, PariSozial Ahlen – Warendorf
Zeppelinstr. 63, 59229 Ahlen

Tel.: 02382 / 70 99 0, Mobil: 0172 / 752 20 90, Mail: ulusoy@parisozial-warendorf.de

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Leben mit Demenz – Kurse für pflegende Angehörige

Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e. V. in Kooperation mit den Pflegestützpunkten NRW im Hause der AOK Rheinland/Hamburg und weiteren Regionaldirektionen der AOK Rheinland/Hamburg Pflegekurse entwickelt um Pflegende Angehörige in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. In fünf Einheiten à 90 Min. wird über die Erkrankung Demenz, Verhaltensformen, den Umgang mit Menschen mit Demenz sowie rechtliche und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten und Entlastungsangebote für Angehörige informiert. Dabei stehen die Anliegen und Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Mittelpunkt. Die Kurse werden von Beratungen und Informationsveranstaltungen begleitet.

Informationen und Termine sind zu erfahren bei den Pflegestützpunkten NRW im Hause der AOK Rheinland/Hamburg, den regionalen AOK-Geschäftsstelle oder der folgenden Adresse:

Landesverband der Alzheimer-Gesellschaften NRW.

Ansprechpartner: Herr Jochen Schmidt, Bergische Landstr. 2, 40629 Düsseldorf

Telefon: (0211) 24086915, E-Mail: schmidt@alzheimer-nrw.de, Internet: http://www.alzheimer-nrw.de

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Lunatummalazie - virtuelle Selbsthilfegruppe für seltene Erkrankung

Lunatummalazie ist eine bisher recht seltene und unheilbare Erkrankung eines Handwurzelknochens, des sogenannten Mondbeins, die mit Belastungs- und Ruheschmerzen einhergeht. Aufgrund ihres seltenen Vorkommens wird die Erkrankung oft erst spät erkannt, was zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen führen kann. Die Erkrankung wird auch wie folgt genannt: Lunatumnekrose, Morbus Kienböck, Mondbeintod, Kienböck Krankheit. Die virtuelle Selbsthilfegruppe für Deutschland, Österreich und die Schweiz bringt Betroffene miteinander in Kontakt.

Ansprechpartnerin: Monika Löcken

Tel. 0541 - 3 56 93 16

www.lunatummalazie.de.vu, www.lunatumnekrose.de 

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Vorstellung der Internetplattform „selbsthilfe-inter@ktiv.de“ Benutzerhandbuch und mehr…

Die neue Kommunikationsplattform für gemeinschaftliche Selbsthilfe im Web 2.0 - selbsthilfe-interaktiv.de - bietet neben Möglichkeiten zum anonymen Erfahrungsaustausch zu Selbsthilfefragen eine Liste von seriösen Selbsthilfe-Internetforen, die von den Betreiberinnen geprüft und stetig ergänzt werden.

Selbsthilfe-interaktiv ist eine bundesweite Internet-Plattform. Sie ist nicht kommerziell und hat sich selbst strengen Kriterien unterworfen um die Persönlichkeitsrechte der Teilnehmenden zu schützen. Betrieben wird diese Internet-Plattform von der 

NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) und der 

SeKo Bayern (Selbsthilfekoordination Bayern). 

Weitere Informationen sind erhältlich über www.selbsthilfe-interaktiv.de oder direkt bei der

NAKOS
Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen 

Wilmersdorfer Str.39, 10627 Berlin 

030 / 31 01 89-60, selbsthilfe@nakos.de 

Zukünftig wird KOSKON in diesem Rundbrief unter der Rubrik selbsthilfe-inter@ktiv.de auf neue Foren oder spezielle Eintragungen hinweisen, die auch auf Landesebene von Interesse sind.

http://www.schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de/

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„Junge Selbsthilfe kommt zusammen“ - Workshop der NAKOS

Vom 19. bis 20. Oktober 2012 trafen sich in Berlin junge Menschen aus der Selbsthilfe zur ersten themenübergreifenden Zusammenkunft in Deutschland. Sie vertraten zehn unterschiedlichen Themen / Problemstellungen aus den Bereichen chronische Erkrankungen und Behinderungen, Sucht und Abhängigkeit, psychische Erkrankungen und Lebenskrisen. Die Ziele waren, voneinander und miteinander zu lernen, gemeinsame Interessen zu formulieren und Perspektiven zu entwickeln. Das Treffen endete mit dem Wunsch nach der Fortführung solcher Zusammenkünfte.

Die Pressemitteilung finden Sie auf der Internetseite der NAKOS unter folgendem Link: http://www.nakos.de


Kontakt und Ansprechpartner: 
Wolfgang Thiel, NAKOS – Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen, Wilmersdorfer Straße 39, 10627 Berlin

Tel.: 030 / 31 01 89 82, E-Mail: wolfgang.thiel@nakos.de

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Förderung der Selbsthilfebundesorganisationen nach § 20c SGB V 23.10.12

Auch auf Selbsthilfe-Organisationen, die auf Bundesebene arbeiten, können Anträge auf pauschale Förderung stellen, hier liegt die Antragsfrist beim 31.12.2012.

Folgende Dokumente für das Förderjahr 2013 können hierzu von der NAKOS-Website www.nakos.de herunter geladen werden:

  • das Gemeinsame Rundschreiben zur erläuternden Information (Stand: Oktober 2012)
  • das Antragsformular für pauschale Förderung
  • das Antragsformular für Projektförderung 
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Literatur

  • Erfolgreich ins Netz, ein Wegweiser zum eigenen Internetauftritt für Vereine, Initiativen und Projekte. Andreas Schulte Hemming, Stiftung Mitarbeit, Arbeitshilfe für Selbsthilfe- und Bürgerinitiativen Nr. 41, 124 Seiten, ISBN 978-3-941143-09-8, 10,-€
  • Mein Kind ist behindert – diese Hilfen gibt es, Katja Kruse
    Diese Broschüre über Rechte und finanzielle Leistungen wird alle zwei Jahre überarbeitet.
    Zu bestellen bei: Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, Tel.: 0211 / 64 00 4-0, E-Mail: info@bvkm.de, www.bvkm.de
  • Pflegefall – was nun? Kostenlose Broschüre der deutschen Seniorenliga.
    Pflegende Angehörige müssen bis zu sechs Anlaufstellen kontaktieren, bevor sie die gewünschte Auskunft erhalten. Um diesen Prozess zu beschleunigen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Serviceangebot „Wege zur Pflege“ eingerichtet. Weitere Infos unter www.deutsche-seniorenliga.de/infomaterial.html 
  • Broschüre „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“. Gemeinsam mit dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke wurde ein Konzept für die Tagesbetreuung demenziell Erkrankter im Krankenhaus entwickelt. Die daraus entstandenen Broschüren „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“ sowie eine Notfallmappe die für einen unerwarteten Krankenhausaufenthalt vorsorgt, können kostenfrei bestellt werden unter www.blickwechseldemenz.de 

Allen Leserinnen und Lesern unseres Rundbriefes wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2012

 Petra Belke                     Anne Kaiser                     Angelika Verkaar

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