Telefon: 02166 / 24 85 67

Neue Selbsthilfebüros in NRW

Seit November 07 gibt es nun auch im Rhein-Erft-Kreis professionelle Selbsthilfeunterstützung in Form eines Selbsthilfebüros, das mit einer halben Personalstelle besetzt ist.

Mo 13.30 – 16.30, Do 9.00 – 12.00 Uhr
Selbsthilfebüro Rhein-Erft-Kreis
Luxemburger Str. 305
50354 Hürth
Tel: 0 17 32 74 15 67 (Festanschluss noch nicht installiert)
Gabriele Miller-Staudt,

Das im Rundbrief Juli 07 angekündigte Selbsthilfebüro Kreis Aachen hat nun eine eigene telefonische Durchwahl: 02 41 / 8 87 44 41

In zwei weiteren Kreisen in NRW wurden vor kurzem Selbsthilfe-Unterstützungsstellen eingerichtet. Als Außenstellen bestehender Selbsthilfe-Kontaktstellen gewährleisten sie zumindest ein grundlegendes Angebot.

Selbsthilfebüro Kreis Coesfeld (über Selbsthilfekontaktstelle Münster)
Gartenstr. 12, 48653 Coesfeld
Tel: 0 25 41 / 9 26 02 22, Die 10.00 – 13.00 Uhr

Selbsthilfebüro Höxter (über Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn)
Neue Str. 15
377671 Höxter
Tel: 0 52 71 / 38 00 42 (Anfang 2008 wird eine eigene Durchwahl eingerichtet), Mi 9.30 – 12.30 Uhr

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Neue Verzeichnisse der KOSKON

KOSKON hat die Verzeichnisse
„Selbsthilfe-Unterstützung in Nordrhein-Westfalen“ mit Adressen der Selbsthilfe-Kontaktstellen und Selbsthilfe-Unterstützungseinrichtungen und
„Landesweite Selbsthilfevereinigungen NRW“ mit Adressen von Selbsthilfe-Landesverbänden und landesweiten Ansprechpersonen aktualisiert. Sie befinden sich zurzeit im Druck und werden im neuen Jahr zeitnah versandt werden.

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Neustrukturierung der Selbsthilfeförderung nach §20c SGB V

Mit dem Inkrafttreten des Wettbewerbsstärkungsgesetzes (1.4.2007) wird zum 01.01.2008 die Neufassung des §20 Sozialgesetzbuch V in seiner neuen Fassung als § 20c rechtswirksam.
Im Dezember diesen Jahres werden die Krankenkassenvertreter in NRW ein Infopaket zur Umsetzung des §20c auf der regionalen Ebene an alle Institutionen der Selbsthilfe mit Handlungsempfehlungen für die Federführenden Kassen vor Ort, Musterkooptationsvereinbarung, Antragsformulare und Dokumentationshilfe etc. verschicken. Danach müssen vor Ort die neuen Förderbedingungen umgesetzt werden.

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Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.

Vormerken: Jahrestagung der DAG SHG e.V. 2008
Vom 25.-27. Juni 2007 findet in Würzburg die jährlich veranstaltete Fachtagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) e.V. statt. Die Veranstaltung wird unter dem Motto stehen: Brücken bauen“ Selbsthilfe in der Gemeinde.“

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Bürgerschaftliches Engagements

Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates am 10.10.07 das „Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ beschlossen. Steuererleichterung und Vereinfachungen der Vorschriften sollen das Engagement der rund 23 Millionen ehrenamtlich Tätigen, Stifter und Spender erleichtern. Änderungen gibt es unter anderem zu folgenden Punkten:

  • Die Höchstgrenze für den Sonderausgabenabzug von Spenden ist auf 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte vereinheitlicht und angehoben worden.
  • Der Nachweis bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen bis 200 Euro ist vereinfacht worden. Es reicht eine Buchungsbestätigung oder ein Bareinzahlungsbeleg. Das bedeutet vor allem für Vereine eine erhebliche Entlastung.
  • Die Höchstgrenze für die zusätzliche steuerliche Begünstigung von Spenden in den Vermögensstock von Stiftungen ist auf eine Million angehoben worden.
  • Das Gesetz tritt in den meisten Punkten rückwirkend zum 01.01.07 in Kraft, so dass davon betroffene Steuererleichterungen schon für das laufende Jahr geltend gemacht werden können.

Gesetzestext unter:
http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl107s2332.pdf

Erläuterungen unter:
http://www.bundesfinanzministerium.de/lang_de/DE/Aktuelles/011.html

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Bundesverband startet Kampagne zur stärkeren Vernetzung

Der Deutsche Allergie- und Astmabund (DAAB) startet eine Kampagne um eine stärkere Vernetzung seiner Mitglieder vor Ort zu erreichen. Zu diesem Zweck werden Betroffene und Angehörige eingeladen, an einem vielfältigen Schulungsprogramm teilzunehmen. Sie sollen sich anschließend als Ansprechparter/innen vor Ort engagieren und die Zahl der Ortsverbände erhöhen.

Deutscher Allergie- und Asthmatikerbund e.V.
Fliethstr. 114
41061 Mönchengladbach
info@daab.de,
www.daab.de

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Internet Suchmaschine: Klinikführer

Die Techniker Krankenkasse hat einen Klinikführer herausgegeben, der auch die Perspektive von Patientinnen und Patienten berücksichtigt. Dazu wurden 107.000 TK-Versicherte befragt, die in einem von 200 ausgewählten Krankenhäusern behandelt wurden. Davon beantwortete rund jede/r Zweite die Fragen zu Themenbereichen wie den Behandlungserfolg, die Zuwendung und Pflege bis zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem Krankenhaus. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht diese Einbeziehung der Patientenperspektive als fragwürdig an.
Weitere Informationen unter www.tk-online.de unter dem Punkt „Gute Besserung“

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Selbsthilfebörse NRW - „Seltene Erkrankungen“

Unter www.koskon.de veröffentlicht KOSKON NRW in der Selbsthilfebörse Gesuche von Betroffenen, die Austausch zu Themen wünschen, zu denen es in NRW keine Selbsthilfegruppe gibt. Seit der letzten Veröffentlichung im Rundbrief sind folgende Themen hinzugekommen:

Budd Chiari Syndrom: Durch eine Gerinnungsstörung haben sich bei meinem 16jährigen Sohn Thrombosen in der Leber gebildet und die Lebervenen verstopft.
Kontakt über:
KOSKON NRW
Friedhofstr. 39
41236 Mönchengladbach
Tel. 0 21 66 / 24 85 67

Kraniosynostose: Hierbei handelt es sich um die verfrühte Verknöcherung einer oder mehrerer Schädelnähte, wodurch es zu einer Deformierung des Schädels kommt bzw. zu einer pathologischen Verkleinerung des Schädelumfangs bei meist normalem Rauminhalt. Die Erkrankung ist auch bekannt unter dem Begriff Stenozephalie.

Stuhlinkontinenz: Bei einer Stuhlinkontinenz ist es dem Betroffenen unmöglich, den Stuhl willkürlich bzw. reflektorisch zurückzuhalten.
Für beide Angebote bekommen Sie Kontakt über:
Selbsthilfe-Kontaktstelle im Gesundheitshaus Gelsenkirchen
Franziskusstraße 18-24
45889 Gelsenkirchen
Telefon 02 09 / 9 82 23 10

Schizotypische Persönlichkeitsstörung, hochgradig: Unter anderem die Unfähigkeit, Kontakte aufzunehmen, im privaten wie auch vor allem im sexuellen Bereich. Deutlich unterscheidbar von Sozialer Phobie, von Schizoider Persönlichkeitsstörung, vom Asperger Syndrom und der Schizophrenie
Kontakt über:
miks – Münsteraner Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfe,
Hafenweg 6-8
48155 Münster
02 51 / 51 12 63

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Literatur

Das AOK-Forum für Politik, Praxis und Wissenschaft, G+G Gesundheit und Gesellschaft SPEZIAL 11/07 zum Thema: Zu Hause in der Fremde - Migranten und gesundheitliche Selbsthilfe Als Download unter:
http://www.aok-bv.de

Fachstelle Glücksspielsucht, Bericht zur Befragung der Spielerselbsthilfe in NRW, 06-10 2006
Zu beziehen über:
Fachstelle Glücksspielsucht, Rheydter Str. 176, 41464 Neuss
Tel: 0 21 31 / 88 91 70, info@spielsucht.net, www.spielsucht.net

Eva S. Roth, Das Messie-Handbuch, (bekennende Messie und Gründerin einer Selbsthilfegruppe), Verlag Dietmar Klotz 2005, €14,80

Rainer Rehberger, Messies – Sucht und Zwang, Psychodynamik und Behandlung bei Messie-Syndrom,
Leben Lernen 206, 2007, €22,50, ISBN 978-3-608-89049-5

Die BAG Selbsthilfe veranstaltete ihre Selbsthilfe-Tagung 2006 gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen zum Thema „Zukunft gemeinsam gestalten – Was braucht die Selbsthilfe wirklich?“ Die Tagungsdokumentation ist unter www.bag-selbsthilfe.de als Download erhältlich.

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In eigener Sache: Leitungswechsel in der KOSKON

Die KOSKON NRW arbeitet seit 1990 als landesweite fach- und problemübergreifende Informations-, Beratungs- und Serviceeinrichtung für die Selbsthilfe und Selbsthilfe-Unterstützung in Nordrhein-Westfalen. Mit dem Ausscheiden der langjährigen Leiterin der KOSKON, Anita Jakubowski, wurde Petra Belke diese Aufgabe übertragen.

„Als Leiterin einer Selbsthilfe-Kontaktstelle komme ich aus der praxisnahen Selbsthilfearbeit mit ihren konkreten Koordinierungs-, Vermittlungs- und Beratungsaufgaben. Mein beruflicher Werdegang umfasst darüber hinaus Tätigkeiten in der Gesundheitsförderung im Rahmen des Programms „Gesunde Stadt“, in der Stadtteilarbeit und in sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekten zu unterschiedlichen Themen. Die Erfahrungen und Fähigkeiten, die ich im Laufe meines beruflichen Lebens sammeln konnte, möchte ich gerne in die Fortführung der erfolgreichen Arbeit der KOSKON und die Weiterentwicklung der Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen einbringen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit und einen konstruktiven Austausch zwischen den vielfältigen Akteuren im Bereich der Selbsthilfe in NRW.“

Allen Leserinnen und Lesern unseres Rundbriefes wünschen wir
ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2007

Das KOSKON-Team
(Petra Belke, Anne Kaiser, Angelika Verkaar)

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