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www.koskon.de

Wir haben renoviert. www.koskon.de präsentiert sich in neuem Webdesign und mit vielen neu ins Netz gestellten Informationen.
So haben wir die Datenbank gesteuerten Listungen der Selbsthilfe-Kontaktstellen und der landesweiten Selbsthilfeorganisationen zur komfortableren Nutzung verändert und detailliertere Datenmengen hinzugefügt. Diese Daten werden – Medien gerecht – täglich, nach Änderungsmitteilung der Beteiligten, aktualisiert und gepflegt.
Daneben haben wir Themenbereiche von Selbsthilfegruppen in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Eine mit verschiedenen Suchfunktionen ausgestattete Plattform ermöglicht das Finden eines Selbsthilfegruppenthemas mit der jeweiligen Zuordnung zu den Kontaktstellen in NRW, in deren Einzugsbereich das Thema behandelt wird. Veränderungen werden Quartals mäßig abgefragt, um einen hohen Grad an Kontinuität und Aktualität zu ermöglichen.
Neu ist auch das Angebot von Service und Downloads der KOSKON.
www.koskon.de präsentiert darüber hinaus noch weitere Themenbereiche der Selbsthilfe in und aus NRW. Zu einem virtuellen Spaziergang auf der neuen Website – die von allen Standard-Browsern unterstützt wird – lädt das KOSKON-Team herzlich ein.

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Angst, Panik, Depressionen – Themenwechsel in der Gesundheitsselbsthilfe?

Das Thema der diesjährigen KOSKON Fachtagung, die am 3. Dezember in Essen stattfand, hat großes Interesse ausgelöst. In einem anschaulichen und lebhaft vorgetragenen Referat erläuterte PD Dr. Dieter Wälte aus Aachen die Krankheitsbilder und die Möglichkeiten ihrer ambulanten und stationären Therapie. Dr. Ulrich Kettler, Psychiatrie-Koordinator im Landkreis Neuwied, berichtete von seinen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen. In einem Gespräch mit TeilnehmerInnen von Selbsthilfegruppen wurde deutlich, wie wichtig der Austausch von Erfahrungen mit anderen Betroffenen insbesondere bei psychischen und psychosomatischen Störungen ist. Leider gibt es in diesem Bereich noch sehr wenig Selbsthilfegruppen. Die von Jürgen Matzat, Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen und Leiter der Selbsthilfe-Kontaktstelle Gießen, vorgetragenen Ergebnisse einer bundesweiten Befragung der Selbsthilfe-Kontaktstellen zu Selbsthilfegruppen im Bereich psychischer Störungen rundeten das Programm ab.
Die Dokumentation zur Tagung erscheint Anfang 2005.

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I. Essener Selbsthilfepreis verliehen

Die Stadt Essen hat einen Preis für Selbsthilfegruppen ausgeschrieben. Im Rahmen der Veranstaltung „Fest der Selbsthilfe“ wurde der Preis am 2. Dezember erstmalig verliehen. Den ersten Platz erhielt eine Gesprächsselbsthilfegruppe für Frauen mit Depressionen. Es wurden noch ein zweiter und Dritter Platz sowie ein Innovationspreis vergeben.
An der Konzeption des Preises und den Rahmenbedingungen für die Verleihung war ganz wesentlich die Essener Selbsthilfe-Kontaktstelle WIESE beteiligt. Hervorzuheben ist das Auswahlverfahren: Die Gruppen, die sich beworben haben, wurden der Jury von Paten vorgestellt. Nach Aussagen der WIESE hat dieses Vorgehen dazu geführt, dass über die Arbeit der Selbsthilfegruppen in Essen auf vielen Ebenen intensiv diskutiert wurde.
Information:
WIESE e.V., Pferdemarkt 5, 45127 Essen, Tel. 0201/20 76 76,
email: Selbsthilfe@t-online.de.

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Round Table der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe

„Die Arzt-Patienten-Beziehung nach der Gesundheitsreform – Ärzteschaft und Selbsthilfe im Dialog“ war das Thema des ersten Round Table, zu dem die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe Ärzte und Ärztinnen, Vertreter und Vertreterinnen von landesweiten Selbsthilfeorganisationen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Selbsthilfe-Kontaktstellen am 9. Oktober 2004 nach Dortmund eingeladen hatte. Vor dem Hintergrund der einschneidenden Veränderungen durch die Gesundheitsreform war man sich einig, dass der verstärkte Dialog zwischen Ärzteschaft und Selbsthilfe „der Unkenntnis über die restriktiven Rahmenbedingungen ärztlichen Handelns entgegen wirken und das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient stützen und festigen kann“ (Westfälisches Ärzteblatt 11, 2004, S. 17). Leider sind der Einladung zum ersten Round Table nur sehr wenig Ärztinnen und Ärzte gefolgt. Die Kooperationsberatungsstelle für Selbsthilfegruppen und Ärzte der KVWL (KOSA) will sich daher für eine intensivere Zusammenarbeit einsetzen. „Eine verbesserte Zusammenarbeit von Selbsthilfe und Ärzteschaft ist für alle Beteiligten gewinnbringend“ (Westfälisches Ärzteblatt, a.a.O.) so das Fazit des ersten Round Table in Westfalen-Lippe.
Information:
Doris Schlömann, KOSA KVWL, Oberntorwall 4, 33602 Bielefeld,
Tel. 0521/ 60 67 16.
email: doris.schloemann@kvwl.de.

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Unfall- und Haftpflichtversicherung für Mitglieder in Selbsthilfegruppen

Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich – z.B. in Selbsthilfegruppen – engagieren, sind ab sofort über das Land unfall- und haftpflichtversichert, falls sonst keine Versicherung dieser Art besteht. Für Kirchen, Vereine und Verbände gilt weiterhin, dass sie ihre ehrenamtlich tätigen Mitglieder gegen Haftpflichtrisiken versichern müssen. D.h., die neue Versicherung zielt vor allem auf kleinere Vereinigungen und Initiativen. Wichtig ist, dass die Versicherung des Landes nachrangig ist, also nur dann eintritt, wenn kein anderer Versicherungsschutz besteht.
Information: Tel. 0180/3 10 01 10 (9 Cent/Minute)

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Präventionsgesetz

Ziel des von der Bundesregierung geplanten Präventionsgesetzes ist die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung. Einen ersten Entwurf hat das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) jetzt vorgelegt und zur Stellungnahme an verschiedene Verbände geschickt. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen ist in diesen Prozess einbezogen.
Von Bedeutung für die Selbsthilfe ist, dass im Präventionsgesetz die Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen (§ 20 SGB V) neu gestaltet werden soll. So sieht der Entwurf eine stärkere Förderverpflichtung und die Klarstellung des Aufgaben- und Tätigkeitsprofils der Selbsthilfe-Kontaktstellen vor. Zudem enthält er die Verpflichtung, dass die Kassen mindestens 50% der Fördermittel in eine kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung bringen und nicht verausgabte Fördermittel in einem Jahr im Folgejahr zusätzlich in die Gemeinschaftsförderung einzahlen. Unklar ist, was von diesem Entwurf in das endgültige Gesetz übernommen wird.

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Beteiligung von Patientinnen und Patienten gemäß § 140 SGB V

Über die Beteiligung von Patientinnen und Patienten gemäß Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) § 140 SGB V wurde im KOSKON Rundbrief August 2004 berichtet. Der Koordinierungsausschuss NRW wird in seiner nächsten Sitzung am 13.1.2004 mit dem Benennungsverfahren beginnen.

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Weiterbildung für Selbsthilfegruppen

Bei der Angabe der Adresse von Jobst Pagel, Dipl. Psychologe und ehemaliger Mitarbeiter der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bremen im KOSKON Rundbrief August 2004 ist uns ein Fehler bei der Telefonnummer unterlaufen. Hier noch einmal die genaue Adresse:
Jobst Pagel, Tauroggener Str. 32, 28201 Bremen
Tel.: 04 21 – 55 44 83, mail: jpagel@tiscali.de
Zur Erinnerung: Jobst Pagel bietet Fortbildungsseminare speziell für Selbsthilfegruppen an, z.B.
- Supervision für Selbsthilfegruppen
- Arbeit in Gruppen
- Beraten und Zuhören

Die Dr. Mildred Scheel Akademie hat das Jahresprogramm für Fortbildungen 2005 herausgegeben. Hier finden sich wieder einige Angebote für Selbsthilfegruppen. Das Programm ist zu beziehen über
Dr. Mildred Scheel Akademie, Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50931 Köln
Tel.: 0221/9 44 04 90, Fax: 0221/94 40 49 44, email: mildred-scheel-akademie@krebshilfe.de

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Literatur

Europäische Kommission, Generaldirektion Presse und Kommunikation, Veröffentlichungen,
B-1049 Brüssel und online unter
http://europa.eu.int/abc/keyfigures/introduction_de.htm

Matzat, J.: Wegweiser Selbsthilfegruppen. Eine Einführung für Laien und Fachleute. Überarbeitete Neuauflage der Ausgabe von 1997 (Psychosozial-Verlag), 2004
Zu beziehen über:
Buchhandel ISBN 3-89806-324-0, € 12,90

Robert Koch-Institut (Hg.): Selbsthilfe im Gesundheitsbereich. Gesundheitsberichterstattung des Bundes Heft 23, 2004
Zu beziehen über:
KOSKON NRW

Trojan, A., Estorff-Klee, A. (Hg.): 25 Jahre Selbsthilfeunterstützung. Unterstützungserfahrungen und –bedarf am Beispiel Hamburgs.
Zu beziehen über:
Der PARITÄTische Wohlfahrtsverband e.V., Wandsbeker Chaussee 8, 22089 Hamburg

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