Telefon: 02166 / 24 85 67

Selbsthilfe-Fachtagung am 1. Dezember 2010 in Düsseldorf: Selbsthilfe in Bewegung – Selbsthilfe bewegt – 20 Jahre KOSKON NRW

20 Jahre Selbsthilfe-Entwicklung in NRW wurde maßgeblich durch die KOSKON NRW mitgeprägt. Am 1. Dezember 1990 war die Geburtsstunde der Einrichtung, für die das Land Nordhrein-Westfalen mit dem damaligen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales die Finanzierung als erste Landes-Einrichtung bundesweit übernahm.

Neben einem zeitgeschichtlichen Abriss mittels einer Mindmap unter aktiver Beteiligung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird die KOSKON aus ihrem fach- und themenübergreifenden Blickwinkel der Landesebene einen Rückblick geben.

Diese „Standortanalysen“ sollen aber auch Ausgangslage und Anstoß dafür sein, über den weiteren Weg der Selbsthilfe und deren Positionierung im Sozial- und Gesundheitssystems nachzudenken.

Diese Fachtagung will dazu beitragen, gemeinsam mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Ausblick in die Zukunft der Selbsthilfe zu wagen und mögliche Ansätze für weitere Entwicklungsperspektiven zu entwickeln und aufzuzeigen.

Programm sowie Anmeldeformular stehen unter www.koskon.de als Download zur Verfügung.

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Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW – neue Broschüre der KOSKON

In mehr als 25 Jahren haben sich Selbsthilfe-Kontaktstellen als professionelle Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialsystem etabliert. Das Angebot der Selbsthilfe-Unterstützung ist in Nordrhein-Westfalen fast flächendeckend und bietet neben dem Ansatz der themenübergreifenden Arbeit vielfältige Angebote der Selbsthilfe-Unterstützung.

KOSKON, die landesweite Stelle zur Koordination für Selbsthilfe in NRW, hat diese Entwicklung in den letzten 20 Jahren begleitet, unterstützt und dokumentiert. Bereits 2003 wurde die erste systematische und umfassende Untersuchung über die Selbsthilfe-Unterstützung in NRW veröffentlicht. Die neue Broschüre stellt nun die Arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstellen aus dem Jahr 2008 in ihren vielfältigen Facetten vor und zeigt im Vergleich zu 2003 Entwicklungen und Tendenzen auf. So beleuchtet sie z.B. die Finanzierung und personelle Besetzung, widmet sich dem Themenspektrum der Selbsthilfegruppen sowie aktuellen Themen der Selbsthilfegruppen-Gründungen und zeigt die verschiedenen Aufgabengebiete der Selbsthilfe-Kontaktstellen auf.

Ein Exemplar der Broschüre liegt dem Rundbrief bei. Weitere Broschüren sind kostenfrei zu beziehen über KOSKON NRW, Friedhofstr. 39, 41236 Mönchengladbach, Tel. 0 21 66 / 24 85 67

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Selbsthilfebörse KOSKON NRW – Seltene Erkrankungen

Die Selbsthilfebörse richtet sich an Menschen, die von einer seltenen Erkrankung bzw. einem seltenen Problem betroffen sind und Austausch zu gleichermaßen Betroffenen suchen. Die Voraussetzung für den Eintrag ist, dass es zu diesem Thema in NRW (noch) keine Selbsthilfegruppe gibt. Die Selbsthilfebörse ist mit folgendem Link direkt zu erreichen: http://www.koskon.de/adressen/selbsthilfeboerse/einzelpersonen-suchen-austausch.html

Seit dem letzten Rundbrief gibt es folgenden neuen Eintrag:
Vagusparese,- tumor, Vagusneurinom – Es treten Sprach- und Schluckstörungen auf. Die bestehende Rekurrensparese führt zu Dyspnoe und gelegentlich starken Hustenanfällen.

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Selbsthilfe-Kontaktstellen in Nordrein-Westfalen kommen in die Jahre – Jubiläen 2010

Gleich mehrere Einrichtungen feiern 2010 ihr Jubiläum und können auf bis zu einem viertel Jahrhundert stetiger Selbsthilfe-Unterstützung auf professionellem Niveau zurückblicken!

5 Jahre    Rhein-Kreis Neuss
10 JahreLeverkusen/Rheinisch Bergischer Kreis, Mettmann
15 JahreEnnepe-Ruhr-Kreis Süd
20 JahreEssen, Kreis Minden-Lübbecke, Rhein-Sieg Kreis
25 Jahre

Aachen, Bielefeld, Mönchengladbach, Witten

KOSKON gratuliert allen Kontaktstellen zu der kontinuierlichen und erfolgreichen Arbeit, die einen wesentlichen Beitrag zu der vielfältigen Selbsthilfe-Landschaft leistet.

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Veranstaltungshinweise mit selbsthilferelevantem Themenbezug

13.11.201013. Vernetzungstreffen Spielerselbsthilfegruppen in NRW
Veranstalter:
Fachstelle Glücksspielsucht Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V.
in Kooperation mit dem Arbeitskreis gegen Spielsucht
und der Spielerselbsthilfegruppe Unna
Veranstaltungsort:
Suchtkrankenhilfe, Favhstelle Glücksspielsucht
Rheydter Straße 176, 41464 Neuss
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist gewünscht
Weitere Informationen: www.spielsucht.net
02.-03.12.2010Glück – Spiel - Sucht
22 Jahrestagung des Fachverbandes Glücksspielsucht e.V.
Veranstaltungsort:
Mediencampus, Medienstiftung der Sparkasse Leipzig,
Poetenweg 28, 04155 Leipzig
Die Teilnahme ist kostenpflichtig, eine Anmeldung ist erforderlich
Weitere Informationen: www.suchtzentrum.de
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Selbsthilfe und Apotheke

Laut einer bundesweiten Umfrage durch den Deutschen Apothekerverband (DAV) bei 1700 Apotheken kooperiert rund ein Drittel der Befragten mit der Selbsthilfe. Jede vierte Apotheke ist selbst Mitglied oder Fördermitglied einer Selbsthilfevereinigung. Von den Befragten geben 90% Adressen oder Informationsmaterial zum Thema Selbsthilfe weiter und 30% stellen Räume für Gruppentreffen zur Verfügung. Bei gemeinsamen Aktionen und Kampagnen mit der Selbsthilfe engagieren sich 75%.

Den Wunsch der einzelnen Apotheken, mit der Selbsthilfe zu kooperieren, hat der DAV aufgegriffen und setzt sich dafür ein. Um die Zusammenarbeit auf der Landes- und Bundesebene zu intensivieren und zu koordinieren, wurden Beauftragte für die Selbsthilfe einberufen. Sie sind erste Ansprechpartner/innen und Koordinator/innen bei allen Selbsthilferelevanten Fragen und vermitteln Kontakte zwischen Kunden, Apotheken, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen, Kontaktstellen und anderen Beteiligten im Gesundheitswesen.

Landesbeauftragte für Westfalen-Lippe
Elke Balkau
Conrad-Apotheke
Dörentherstr. 1a
49545 Tecklenburg
Telefon: 05455/1753
Telefax: 05455/7152
E-Mail: balkau@t-online.de
Landesbeauftragter für Nordrhein
Dr. Claus Breuer
Kaiserapotheke
Kaiserstraße 67
52146 Würselen
Telefon: 02405/5582
Telefax: 02405/14700
E-Mail: kaiser-apotheke-wuerselen@t-online.de
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Selbsthilfe-Fortbildung für Medizinische Fachangestellte

Die Kooperationsberatungsstellen für Selbsthilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeuten (KOSA) der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe haben eine Fortbildung für Medizinische Fachangestellte entwickelt. Ziel ist es Grundinformationen über die Struktur der Selbsthilfe zu vermitteln; über Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen. Bestandteil der Fortbildung ist das Mitwirken von Teilnehmer/innen einer konkreten Selbsthilfegruppe.

Die Fortbildung wird in mehreren Städten – jeweils in Kooperation mit einer Selbsthilfe-Kontaktstelle vor Ort im Jahr 2010 und 2011 angeboten.

Termine und Anmeldung:

KOSA - Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Anke Petz
Tel: 02 11 / 59 70 80 90, Fax: 02 11 / 59 70 80 82, E-Mail: anke.petz@kvno.de
Weitere Information auch unter folgendem Link:
http://www.kvno.de/20patienten/60selbsthilfe/30projekte/10fortbildung_medfach/index.html

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§ 20c SGB V: Auch kleine Gruppen müssen ein eigenes Konto haben

Die umstrittene Kontoregelung im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen bleibt bestehen.

Selbsthilfegruppen und Organisationen hatten kritisiert, dass auch kleine Gruppen ein eigenes Konto für die Förderung einrichten müssen. Damit würde – wegen des sehr seltenen Falls, dass eine Kontaktperson stirbt – für alle Gruppen der Zwang erzeugt, ein gebührenpflichtiges Konto bei einer Bank einzurichten. Die Selbsthilfe sieht in dieser Vorgabe – wegen der hohen Kontoführungsgebühren - lediglich eine Finanzierung der Banken durch die Beiträge der GKV-Versicherten. Dennoch haben sich die zuständigen Rechtsabteilungen der Kassen trotz massiver Beschwerden über die Neuregelung zu Punkt 4.3. des Leitfadens 2009 nicht davon abbringen lassen, bei der Regelung zu bleiben.

In einem Punkt wird die Kontoregelung geändert: Für die verbandlich organisierten Gruppen wird klargestellt, dass für diese die Mittel in voller Höhe zur Verfügung stehen müssen. Dieser Punkt ist rechtlich ohnehin eindeutig, bedarf aber offenbar einer nochmaligen Klarstellung, da hiervon in der Praxis gelegentlich abgewichen wird.

Damit erhält der Punkt 4.3. des Leitfadens Selbsthilfeförderung - letzte beiden Spiegelstriche – ab sofort folgende Neufassung:

Benennung eines nur für die Zwecke der Selbsthilfegruppe gesonderten Kontos nicht verbandlich organisierte Gruppen benennen grundsätzlich ein von einem Gruppenmitglied für die Gruppe eingerichtetes Treuhandkonto oder ein Konto, das für die Gruppe als Gesellschaft bürgerlichen Rechts eingerichtet wurde. Selbsthilfegruppen, die unselbständige Untergliederungen von rechtsfähigen Bundes-, Landes- oder Regionalverbänden sind, benennen ein (Unter-) Konto des Gesamtvereins, dessen Gliederung sie sind, das für die jeweilige Untergliederung angelegt wurde und über das sie in voller Höhe verfügen kann.

Die Kassen teilen weiter mit, dass der Leitfaden im kommenden Jahr grundlegend mit dem Ziel überarbeitet werden soll, ihn wesentlich kürzer, präziser und rechtssicherer auszugestalten. Dabei sollen auch die Hinweise des Bundesrechnungshofes, dessen Bericht für November 2010 erwartet wird, berücksichtigt werden. (Quelle: SEKIS Berlin, Newsletter November 2010)

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Den Selbsthilfe-Kontaktstellen ein gutes Zeugnis ausgestellt

Die so genannte Wohlfahrt-Studie (vgl. Selbsthilfegruppenjahrbuch 2010, S. 115 ff.) stellt den Selbsthilfe-Kontaktstellen ein gutes Zeugnis aus.

Das Kontaktstellenkonzept als offenes Infrastruktur-Konzept unterstützt Gruppengründungen und begleitet deren Entwicklung. „Dieses Konzept hat sich…als (ein) den Anforderungen der Selbsthilfe angemessenes Unterstützungsverfahren etabliert“. Die Wahrnehmung liegt aber auch in einer wesentlichen Beratungs- und Unterstützungsfunktion für die gesundheitliche Selbsthilfe. In dem Zusammenhang werden Probleme beschrieben, die aus einer unklaren Aufgabenzuordnung erwachsen und der Tendenz, den Kontaktstellen immer neue Aufgaben zu übertragen. In dieser Entwicklung wird durch den Autor die Gefahr gesehen, dass die eigentlichen Kernaufgaben verloren gehen.

Die Aufgezeigten Entwicklungstendenzen der Selbsthilfe- und Selbsthilfe-Kontaktstellen werden in dem Beitrag mit den Aussagen von Experten untermauert, die im Rahmen der Studie in Form von Interviews erhoben wurden.

Der ganze Artikel ist nachzulesen im Selbsthilfegruppenjahrbuch 2010, Norbert Wohlfahrt, Zur aktuellen Entwicklung der Selbsthilfe, S. 115 ff..

Das Selbsthilfegruppenjahrbuch 2010 kann über KOSKON NRW bestellt werden.

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NAKOS bietet Netzwerkkoffer an zu Arbeitshilfen und Praxisbeispielen

Der NAKOS-Netzwerkkoffer ist ein Informationspool zum Thema „Selbsthilfe und Kooperation“. Es finden sich hier Fachbeiträge, Praxisbeispiele gelebter Kooperation sowie Arbeitshilfen.

Hierzu kann sich jede Nutzerin und jeder Nutzer ihren oder seinen ganz individuellen, auf ihre oder seine Bedürfnisse abgestimmten persönlichen Netzwerkkoffer „packen“.

Der Netzwerkkoffer wird fortlaufend mit neuen Inhalten ergänzt, Hinweise und Links werden akutualisiert.

Der NAKOS-Netzwerkkoffer wird bereitgestellt unter: www.nakos.de/site/netzwerkkoffer

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2011 wird Europäisches Jahr der Freiwilligkeit mit dem Slogan: „Sich engagieren – etwas bewegen!“

Der Rat der Europäischen Union hat 2011 zum „Europäischen Jahr der Freiwilligkeit“ ausgerufen. Menschen aller Altersschichten investieren EU-weit ehrenamtlich einen Teil ihrer Freizeit in Organisationen der Zivilgesellschaft, in Jugendclubs, Krankenhäusern, Schulen, Sportvereinen u.a.m. Mit dem „Europäischen Jahr der Freiwilligkeit 2011“ will die Kommission die Freiwilligentätigkeit in Europa fördern und die Zivilgesellschaft, lokale und regionale Gemeinschaften und die Mitgliedsstaaten dabei unterstützen.

Die Organisation des Jahres war von der Europäischen Kommission vorgeschlagen worden, und auch das Europäische Parlament hatte sich bereits dafür ausgesprochen. Erreicht werden soll unter anderem eine Honorierung und Anerkennung von Errungenschaften der Freiwilligentätigkeiten, die Stärkung der Freiwilligen-Organisationen und Verbesserung der Qualität von Freiwilligentätigkeiten. Das Europäische Parlament hat EU-Mittel in folgender Höhe genehmigt: 3 Millionen für vorbereitende Maßnahmen im Jahr 2010 und 8 Millionen Euro für das Jahr selbst.

Weitere Informationen gibt es auch unter: http://www.bundestag.de/presse/hib/2009_12/2009_293/03.html

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