Telefon: 02166 / 24 85 67

KOSKON-Tagung über Mobbing als Thema für die Selbsthilfe

Unter dem Titel „Gesellschaftlicher Trend: Mobbing“ findet am 28. November in Essen die diesjährige KOSKON-Tagung statt. Sie behandelt das Phänomen Mobbing aus unterschiedlichen Blickrichtungen und versucht herauszufinden, inwieweit die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe eine hilfreiche Strategie gegen Mobbing darstellt.

Einladung und Anmeldung unter Aktuelles auf der Website www.koskon.de.

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Selbsthilfebörse NRW – Seltene Erkrankungen und Probleme

Unter www.koskon.de veröffentlicht KOSKON in der Selbsthilfebörse Gesuche von Betroffenen, die Austausch zu Themen suchen, zu denen es in NRW (noch) keine Selbsthilfegruppe gibt. Seit dem letzten Rundbrief neu hinzugekommen ist das Thema Forensische Unterbringung:

Unterbringung meines Sohnes (20 Jahre alt) in einer Forensik wegen Psychose, Depression und Zwangsverhalten. Erste Klinikunterbringung mit 13 Jahren. Später 2-3mal Übergriffe auf Betreuer. Er sagt, er habe keine Psychose.

Kontakt über:
KOSKON NRW, Friedhofstr. 39, 41236 Mönchengladbach,
Tel: 0 21 66 / 24 85 67

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Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Vom 19. - 28.09.2008 fand bundesweit die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements statt. Die Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW haben sich mit der Vorbereitung einer bundesweiten Aktion zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement – Selbsthilfe gehört dazu“ beteiligt. Mit der Aktion wurde auf die drohende Einstellung der NAKOS-Förderung durch das BMFSFJ und die Wichtigkeit der weiteren finanziellen Förderung dieser bundesweiten Koordinationsstelle hingewiesen. Über die Internetadresse www.engagement-macht-stark.de erhalten Sie hierzu weitergehende Informationen.

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DAG SHG-Pressemitteilung zur NAKOS-Förderung Originalabdruck, Berlin, 25.09.2008

Kein Aus für die NAKOS-Förderung — lenkt Ministerin von der Leyen ein?
Patientenbeauftragte Kühn-Mengel nennt bisherige Entscheidung „ein falsches Signal“ und setzt auf Beratung im Kabinett
Auf der Pressekonferenz der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG) zum angekündigten Aus für die Projektförderung der NAKOS durch das BMFSFJ äußerten die Beteiligten einhellig ihr Unverständnis. „Es gibt keine andere Stelle, die eine solche Informations- und Netzwerkarbeit zu allen Themenstellungen der Selbsthilfe in Deutschland leistet“, so Karin Stötzner von SELKO, dem Dachverband der Berliner Selbsthilfekontaktstellen.
Einigkeit bestand darin, dass die Begründung des BMFSFJ, aus haushaltsrechtlichen Gründen sei eine Förderung nicht mehr möglich, jeder Grundlage entbehrt. „Kein einziger Paragraph der Haushaltsordnung verbietet eine immer wieder fortgesetzte Förderung konkret beschriebener begrenzter Aufgaben!“, so Prof. Dr. Thomas Olk, Vorsitzender des Sprecherrates des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement.
„Eine Leuchtturm-Politik, die auf kurzfristige publizistische Effekte zielt und zugleich einer bewährten Bundeseinrichtung der Selbsthilfe den Hahn abdreht – da stimmt einiges nicht in der Initiative ZivilEngagement", so Prof. Dr. Raimund Geene vom Vorstand der DAG SHG. Das politische Signal der Initiviative brauche Glaubwürdigkeit auf allen Ebenen. Die Familienministerin müsse ihrer Programmatik auch angemessene Taten folgen lassen. Am Geld muss dies nicht scheitern, denn der eigens für die Förderung zentraler Maßnahmen und Organisationen des Ehrenamtes und der Selbsthilfe bestehende Fördertitel soll für das Haushaltsjahr 2009 erfreulicherweise von 1,2 auf 2,0 Mio. Euro erhöht werden.
„Ich war sehr überrascht, als ich hörte, dass das BMFSFJ die Projektförderung der NAKOS einstellt. Ich halte das für das falsche Signal! Ich hoffe, dass die NAKOS-Förderung bei der Kabinettsberatung der Initiative ZivilEngagment zur Sprache kommt“, so die Patientenbeauftragte der Bundesregierung.
Die Beteiligten setzen nun auf die Beratungen des Bundeshaushaltes 2009. Dazu der Münchner Sozial- und Gemeindepsychologe Prof. Dr. Heiner Keupp: „Die Haushaltsberatungen sind die Stunde der Parlamentarier. Hier kann und sollte eine Korrektur erfolgen und die Weiterförderung der NAKOS durch das BMFSFJ gesichert werden.“

Zu diesem Text gibt es weitere Informationen im Internet unter:
www.nakos.de/site/ueber_uns/aktuelle_foerderproblematik/ und www.dagshg.de.

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Regionale Förderung der Selbsthilfegruppen durch die Krankenkassen in NRW

Die Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen ist im § 20c SGB V geregelt. Sie wurde zum 1. Januar 2008 reformiert. Für die Selbsthilfegruppen vor Ort bedeutet das, dass die Krankenkassen nun verpflichtet sind, Selbsthilfegruppen zu fördern. Es gibt zwei verbindliche Förderstränge: Die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung, die mindestens 50% des gesamten Fördertopfes betragen soll und die krankenkassenindividuelle Förderung. Vertreter/innen der Selbsthilfe sind an dem Förderverfahren vor Ort zu beteiligen. Durch verbindliche Vorgaben wird die bislang regional sehr unterschiedliche Förderung in allen Kreisen und kreisfreien Städten vereinheitlicht, wobei gleichzeitig erfolgreiche Modelle beibehalten werden sollen.

Der erste Durchlauf des neuen Verfahrens ist abgeschlossen. KOSKON hat in Kooperation mit dem Landesarbeitskreis der Selbsthilfe-Kontaktstellen (LAK NRW) mithilfe eines Fragebogens die jeweilige Förderpraxis vor Ort erhoben, die ersten Erfahrungen gesammelt und ausgewertet. In Abhängigkeit von der Ausgangssituation, z.B. ob es bereits ein abgestimmtes Förderverfahren zwischen Selbsthilfe und Krankenkassen gab, ist der erste Durchlauf sehr unterschiedlich ausgefallen. Insgesamt bewerten die Kontaktstellen das neue Verfahren als eine Verbesserung, sehen aber vielerorts den Bedarf, es weiter zu entwickeln. Kritikpunkte beziehen sich vor allem auf die unklare Trennung zwischen den beiden Fördersträngen, die unzureichende Höhe der kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung und die Kooperation zwischen Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Kontaktstellen und Krankenkassen.

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Leitfaden zur Selbsthilfeförderung der Krankenkassen

Der Vorstand des GKV-Spitzenverbandes hat die überarbeiteten Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen überarbeitet. Die gemeinsam mit den maßgeblichen Spitzenverbänden der Selbsthilfe erarbeiteten Grundsätze finden Sie in einer pdf-Fassung unter www.koskon.de Downloads/Links , Materialien oder Leitfaden zur Selbsthilfeförderung 2008.

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Selbsthilfefreundliches Krankenhaus Nordrhein-Westfalen

Das Projekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ will die Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus- und Selbsthilfegruppen anregen und festigen. Das Team des Projektes informiert und berät Fachabteilungen/Krankenhäuser aber auch Selbsthilfegruppen/Selbsthilfe-Organisationen und regionale Selbsthilfeunterstützungsstellen, die sich für die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen- und Krankenhaus interessieren und diese systematisch aufbauen oder nachhaltig weiterentwickeln wollen. Dazu kooperiert das Team mit den Selbsthilfeakteuren vor Ort.
Unter folgendem Link bzw. nachstehender Adresse erfahren Sie mehr zum Projekt.
http://www.sozialeprojekte.de/content/e76/e813/index_ger.html

Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld (BIKIS)
Stapenhorststraße 5
33615 Bielefeld
Telefon: 0521/ 96 406 98
Fax 0521/96 406 97
Selbsthilfefreundliches-krankenhaus-nrw@sozialeprojekte.de
Ansprechpartnerin: Christa Steinhoff-Kemper

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www.patienten-information.de online

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und Bundesärztekammer informieren Patientinnen und Patienten gemeinsam. Seit dem 24. September sind sie mit einer kompletten Überarbeitung von www.patienten-information.de online.
Verantwortlich für die Koordination und Pflege der Website ist das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin.
Das Portal bietet erstmals auf einen Blick alle wichtigen Gesundheitsinformationen der Ärzteschaft und anderer Anbieter. Insgesamt sind das bisher cirka 2 000 Links rund um die Themen Gesundheit- und Krankheit, Arzt- und Kliniksuche, Qualität in der Medizin sowie Patientenberatung und Selbsthilfe. Die Informationen werden nicht einfach nur gesammelt, ausführlich kommentiert und zusammengestellt, sondern auch einer Qualitätsbewertung unterzogen.
Bei der Entwicklung des Portals wurden die Kriterien für barrierefreie Internetangebote berücksichtigt. Bis zum Dezember 2008 soll das Portal durch die Initiative "Barrierefrei Informieren und Kommunizieren - BIK" (www.bik-online.info) als barrierefreies Portal zertifiziert werden.

Für Fragen zu www.patienten-information.de stehen zur Verfügung:
Dr. Sylvia Sänger saenger@azq.de
Corinna Schäfer, M.A. schaefer@azq.de

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Weisse Liste

Die „Weisse Liste“ ist eine Suchhilfe im Internet, die Informationen über die deutschlandweit rund 2000 Krankenhäuser bereithält. Durch die Eingabe von individuellen Kriterien (Krankheiten, Behandlungswunsch, Ortsnähe) können gezielt passende Krankenhäuser ausgesucht werden. Die Weisse Liste wurde entwickelt von der Bertelsmann-Stiftung und den Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. gehört mit zu den Unterstützerinnen.

Mehr Informationen unter www.weisse-liste.de.

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Literatur

Stiftungspartner finden und binden – in zehn Schritten
Die Autorin dieses Artikels, Anne Stalfort, hat viel Erfahrung mit Förder-Kooperationen mit Stiftungen und schlägt folgendes vor:

  • Bestandsaufnahme: Was hat mein Projekt zu bieten?
  • Recherche: Für welche Stiftung ist mein Projekt attraktiv?
  • Nichts überstürzen: Erst Anfrage, dann Antrag.
  • Brückenpersonen: Wer macht den ersten Schritt?
  • Ein unwiderstehliches Angebot: Der Förderantrag.
  • Absagemanagement: Angebote in der Absage identifizieren.
  • Zusage: Beginn der Projektpartnerschaft.
  • Lange Förderpartnerschaften anbahnen.
  • Projekte für Stiftungen durchführen.


Die Fördererkonferenz oder: Warum Stiftungen viel mehr geben können als Geld. Den Artikel finden Sie in der gerade erschienenen 4. Auflage des Buches „Stiftungen nutzen – Stiftungen gründen“. Herausgeber: Alexander Gregory / Peter Lindlacher; 200 Seiten, 22 Euro; Verlag AG SPAK Ratgeber.

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