Telefon: 02166 / 24 85 67

September 2017

Personalressource der KOSKON erweitert

Seit dem 1. Juli dieses Jahres konnte eine zusätzliche Kollegin als wiss. Fachkraft eingestellt werden. Möglich gemacht hat dies eine entsprechende erweiterte Förderung durch die Krankenkassen/-verbände NRW und dem zuständigen Ministerium des Landes NRW.

KOSKON wird damit in die Lage versetzt auf die sich verändernden Ansprüche zu reagieren, die sich in dem Bereich der Selbsthilfe-Unterstützung in den letzten Jahren entwickelt haben. Gerade bei den Selbsthilfe-Kontaktstellen, für die KOSKON auf Landesebene u.a. fachliche Themen auf- und vorbereitet, zeigt sich der Wandel: 

Die Kontaktstellen nehmen zunehmende Anforderungen an die Selbsthilfe und die Probleme der Gruppen wahr. Hieraus ergibt sich – parallel zu ihrer gewohnten Arbeit – eine offensive, neue Themen aufgreifende Ausrichtung ihrer Unterstützungsarbeit, in denen aktiv neue Ansätze generiert werden. 

Mit der erweiterten Personalressource wird KOSKON NRW in die Lage versetzt, sich diesen neuen Herausforderungen der aktivierenden Selbsthilfe-Unterstützung in ihrer Arbeit zu stellen. 

Nach oben

Aktuelle Einträge in der Selbsthilfebörse

In die Selbsthilfebörse der KOSKON können sich Menschen eintragen, die von einer Erkrankung bzw. einem Problem betroffen sind und den Austausch über ihre Erkrankung mit anderen Betroffenen suchen. Voraussetzung für einen Eintrag ist, dass in NRW zu diesem Thema keine Selbsthilfegruppe arbeitet. Zurzeit finden sich in der Selbsthilfebörse Kontaktsuchende zu folgenden Themen:

  • Aderhautmelanom
  • Anämie, autoimmunhämolytische, auch bekannt als AIHA
  • Gaumensegeltremor
  • Hyperhidrose
  • Hypersalivation, Laryngitis, chronische
  • Lipoatrophie, Lipodystrophie, Fettgewebeschwund
  • Mobbing im Privatbereich, als Wohnungsmieter gemobbt
  • Smith-Lemli-Opitz-Syndrom
  • Verwaiste Eltern nach Anorexie, Tochter ist an Anorexie verstorben

Details zu diesen Einträgen sowie Kriterien und das Formular für einen eigenen Eintrag sind zu finden unter:  www.koskon.de/adressen/selbsthilfeboerse/

Nach oben

NRW Selbsthilfe Tour 2018

Unter dem Motto „Selbsthilfe bewegt in NRW“ planen die Landesverbände der Krankenkassen für das Jahr 2018 eine Selbsthilfe-Tour. An der Planung beteiligt sind die KOSKON und der Landesarbeitskreis der Selbsthilfe-Kontaktstellen (SHK), die LAG Selbsthilfe NRW sowie die Gesundheitsselbsthilfe NRW. Mithilfe eines als Bühne tauglichen Trucks soll die Idee der Selbsthilfe an zahlreichen öffentlichen Plätzen des Landes verbreitet werden. 

Bei einer Tagung der Krankenkassenverbände für Selbsthilfe-Kontaktstellen am 06.-07.09.2017 wurde der Truck mit seinen Möglichkeiten vorgestellt, die SHK konnten Fragen klären und Umsetzungsideen einbringen.

Nach oben

Selbsthilfe in die Lehre bringen

Zahlreiche Berufe wie z.B. Ärzte und Krankenpfleger haben einen inhaltlichen Bezug zu Themen der Selbsthilfe und könnten Selbsthilfegruppen ergänzend in ihre Arbeit einbeziehen bzw. darauf hinweisen. Mit dem Anliegen, die Kenntnis von der Selbsthilfe bereits in Ausbildung und Studium zu etablieren bietet die Selbsthilfeakademie NRW eine Plattform für Dialog und Austausch. Eine Arbeitsgruppe aus Selbsthilfegruppen, -Verbänden, -Kontaktstellen und der KOSKON hat sich 2017 gegründet um sich zu diesem Thema auszutauschen und Ideen und Perspektiven zu entwickeln, Selbsthilfe in die Lehre zu bringen.

Nach oben

Tagung für Selbsthilfe- und Patientenvertreter/innen in Kommunalen Gesundheitskonferenzen

Unter dem Motto „Vor Ort wirksam beteiligt“ findet am 24.11.2017 in Dortmund eine Fachtagung zur Stärkung der Selbsthilfe- und Patientenvertretung in Kommunalen Gesundheitskonferenzen statt. Veranstaltet wird die Tagung gemeinsam vom Patient/innen-Netzwerk NRW und dem Koordinierungsausschuss für Patientenbeteiligung NRW. Nähere Informationen und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie in Kürze auf der Website: 

Nach oben

„Hinterm Horizont geht's weiter“

Die Fachtagung "Vernetzt in die (Selbsthilfe-)Zukunft" fand im Februar 2017 in Dortmund statt. Im Fokus der Tagung stand die Erarbeitung einer Position für gemeinsame Aktivitäten von Selbsthilfeverbänden und Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW, die in der Broschüre „Hinterm Horizont geht´s weiter“ zusammengefasst sind. 

Die Gesundheitsselbsthilfe NRW, die KOSKON NRW, die Selbsthilfeverbände und Selbsthilfe-Kontaktstellen erarbeiteten ihre Position gemeinsam. Dabei ging es exemplarisch um die vier Zukunftsthemen Generationenwechsel, Junge Selbsthilfe, Migration und interkulturelle Selbsthilfe sowie chronisch krank am Arbeitsplatz. 

Die Broschüre "Hinterm Horizont geht's weiter" kann per E-Mail bei Frau Yilmaz-Khoutour (Paritätischer NRW, Koordinationsbüro Gesundheitsselbsthilfe NRW) yilmaz-khoutour@paritaet-nrw.org bestellt werden.

Nach oben

Neue Unterstützungsstruktur für pflegende Angehörige in NRW

Mit dem „KompetenzNetzwerk Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW – KoNAP NRW“ hat das Land eine neue Struktur zur Erleichterung der Situation pflegender Angehöriger geschaffen. KoNAP ist im Juli 2018 an den Start gegangen und arbeitet als landesweite Koordinationsstelle u.a. zur Beratung und Vermittlung pflegender Angehöriger. Zwei der Mitarbeiter/innen sind speziell für Pflegeselbsthilfe zuständig. Sie arbeiten den Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe (KoPS) zu, die vor Ort Ansprechpartner/innen für Selbsthilfe-Interessierte und bestehende Selbsthilfegruppen sind. Zahlreiche KoPS haben im Laufe des letzten Sommers bereits ihre Arbeit aufgenommen. Ab Anfang 2018 wird KoNAP mit einer Website im Internet präsent sein. Ansprechpartner/in für die Pflegeselbsthilfe:

KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW (KoNAP)

Lioba Heuel, Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf, 

Tel.: 0211/3809-480, Fax: 0211/3809-212 lioba.heuel@verbraucherzentrale.nrw

Thierry Mahafary, Tel.: 0211/3809-422 thierry.mahafary@verbraucherzentrale.nrw

Nach oben

Fachtagung „Das Fetale Alkoholsyndrom in seiner Gesamtheit“

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. veranstaltet zu diesem Thema am 18. und 19. November 2017 eine Fachtagung in Bonn.

Kinder mit Fetalem Alkoholsyndrom in Pflegefamilien erfordern besondere Beratung und Begleitung. Die Selbsthilfe und Aufklärung sind dabei wesentliche Unterstützungsleistungen, da diese präventiv wirken und Konflikten vorbeugen. 

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.bbpflegekinder.de/aktuelles-und-termine/veranstaltungen/

Nach oben

Die Selbsthilfeakademie NRW

stellt in den Mittelpunkt ihrer Arbeit indikationsübergreifende Fortbildungsangebote, die für viele Selbsthilfegruppen – unabhängig vom jeweiligen Thema – von Interesse sind. Für das zweite Halbjahr 2017 gibt es – neben bereits vielen ausgebuchten Angeboten – noch zwei Fortbildungen, in denen einige Plätze frei sind:

„Neue Medien in der Selbsthilfe“ in Köln am 13.10.2017 und

„Argumentationstraining gegen ‚Stammtischparolen‘“ in Greven am 17.11.2017

Weitere Informationen und Anmeldung unter

Nach oben

16. BKK Selbsthilfetag am 05. Oktober 2017 in Düsseldorf

Der BKK Dachverband sieht seine Aufgabe u.a. auch darin, Akteure aus Politik, Wissenschaft und praktischer Gesundheitsförderung mit medizinischen Fachkräften und Betroffenen zu stabilen Netzwerken zu verbinden, um eine optimale Gesundheitsförderung voranzutreiben. Interessenübergreifende Plattformen wie der jährliche BKK Selbsthilfe-Tag sollen dem Austausch von Wissen und der Vernetzung dienen und dazu beitragen, innovative und effiziente Ansätze und Zugangswege zu verbreiten.

Der Selbsthilfetag ist zwar bereits ausgebucht, bei Absagen werden jedoch frei werdende Plätze neu besetzt. Weitere Infos unter www.bkk-dachverband.de/gesundheit/gesundheitsfoerderung-selbsthilfe

Nach oben

Selbsthilfesymposium der AOK Rheinland/Hamburg

Unter dem Motto „Attraktiv und lebendig – hätten Sie dabei an Selbsthilfe gedacht?“ trafen sich am 12. August in Grevenbroich rund 130 Gäste aus über 40 verschiedenen Gruppen. Mit diesem ersten Selbsthilfesymposium verfolgt die AOK Rheinland/Hamburg das Ziel, Impulse zu geben und die Vernetzung zu fördern. Dementsprechend bot das Programm unterschiedliche Einblicke in die Selbsthilfe: Inspiration bot ein Vortrag zum Thema „Das Feuer der Selbsthilfe (neu) entfachen“. Ein Selbsthilfehilfe-Netzwerk, ein Selbsthilfeverband sowie eine Selbsthilfe-Kontaktstelle zeigten mit der Präsentation ihrer jeweiligen Projekte die Vielfalt der Selbsthilfe. Ergänzt wurde das fachliche Programm durch einen Improvisationskünstler. Nähere Informationen sind im Selbsthilfe-Newsletter der AOK zu finden: www.koskon.de/aktuelles/land.html

Nach oben

DAG SHG mit neuen Vorstand

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) e.V. hat seit Ende Juni 2017 einen neuen Vorstand. Auf der Mitgliederversammlung am Rande der 39. Jahrestagung der DAG SHG in Konstanz wurde der frühere Leiter der Essener Selbsthilfekontaktstelle Wiese e.V., Dr. Karl Deiritz, und die Leiterin der Selbsthilfe-Kontakt-und Beratungsstelle Mitte - StadtRand gGmbHin Berlin, Angelika Vahnenbruck, wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Carola Jantzen. Sie leitet die Kontakt-und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) im Gesundheitsamt der Stadt Kassel. 

Das langjährige Vorstandsmitglied und ehemalige Leiterin der KOSKON NRW, Anita Jakubowski, stellte sich nicht erneut zur Wahl; sie wurde herzlich und mit großem Dank für ihr Engagement verabschiedet.

Nach oben

Junge Selbsthilfe - Neue Postkarten

Alte Zöpfe abschneiden und Bäume ausreißen

Was machen junge Menschen in einer Selbsthilfegruppe? Sie helfen und stärken sich gegenseitig und werden zusammen aktiv: Sie lassen Dampf ab, besiegen (innere) Monster und reiten zusammen in den Sonnenuntergang. Zwei neue Postkarten der NAKOS zeigen die Kraft der Selbsthilfe und rufen junge Menschen dazu auf, gemeinsam neue Wege zu gehen. Die Postkarten können mit dem Stempel einer Einrichtung oder eigenen Text ergänzt werden und eignen sich zur Auslage an allen Orten, an denen junge Menschen zusammen kommen. Die Postkarten können auch in größerer Stückzahl kostenlos bestellt werden unter www.nakos.de/service/neuerscheinungen

Nach oben

DAG SHG-Tagung in Konstanz: Teilnehmende diskutierten über Selbsthilfe im Gesundheitswesen

Selbstbetroffen, selbstwirksam und „ein Segen“

Mehr als 150 Selbsthilfeaktive und Fachkräfte der Selbsthilfeunterstützung aus ganz Deutschland diskutierten vom 21. bis 23. Juni 2017 in Konstanz über die Rolle der gemeinschaftlichen Selbsthilfe im Gesundheitswesen: zwischen Betroffenenkompetenz und Professionalisierung, zwischen Autonomie, Leistungsdruck und Qualitätsanforderungen. „Wo bleibt der Mensch?“ lautete das Motto der 39. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG).

In seinem Eröffnungsvortrag ermutigte David Klemperer, Professor für Sozialmedizin und Public Health an der Technischen Hochschule Regensburg, die Akteure in der Selbsthilfe, sich stärker politisch einzumischen. 

Um mehr Patientenorientierung im Gesundheitssystem zu erreichen, sei eine kritische Gesundheitskompetenz notwendig, die auf soziale und politische Veränderungen ziele, betonte er. Als „Experten in eigener Sache“ könnten Selbsthilfeaktive „der Politik noch viel stärker Impulse geben“, auf eine bessere Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten drängen und sich für partizipative Entscheidungsfindungen einsetzen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.dag-shg.de/aktuelles/nachrichten/key@2121

Nach oben

Literatur

  • Übergabe – wie der Vorstandswechsel gelingt. Arbeitshilfe des Paritätischen NRW. Zu bestellen als Broschüre oder herunterzuladen als pdf unter www.paritaet-nrw.org/rat-und-tat/veroeffentlichungen/broschueren
  • DAG SHG-Selbsthilfegruppenjahrbuch 2017. Fachliche Beiträge und Einblicke in die Arbeit von Selbsthilfegruppen. Schwerpunktthema: Die Selbsthilfe von Migrant/innen und Flüchtlingen sowie die Beteiligung von Selbsthilfe in Gremien. Als Broschüre zu bestellen unter www.koskon.de/materialien/periodika
  • Online-Handbuch „Empowerment für behinderte und chronisch kranke Menschen in der gesundheit-lichen Selbsthilfe“. Erstellt von der Interessenvertretung Selbstbestimmtes Leben in Deutschland e. V. - ILS und zu sehen unter www.handbuch-empowerment.de
Nach oben