Telefon: 02166 / 24 85 67

Selbsthilfebörse: Einzelpersonen suchen Austausch - ein neues Angebot der KOSKON

KOSKON vermittelt den Kontakt zu Selbsthilfegruppen. Aber obwohl es in Nordrhein-Westfalen inzwischen Selbsthilfegruppen zu fast 600 unterschiedlichen Themen gibt, ergeben sich auch immer wieder neue Problemstellungen, zu denen keine oder noch keine Selbsthilfegruppe besteht. Dabei handelt es sich um eine seltene Erkrankung, um eine differenzierte Diagnose oder ein bisher noch nicht formuliertes soziales Problem. Da hier auch die professionell im Gesundheits- oder Sozialsystem Tätigen häufig überfragt sind, ist besonders für Menschen mit seltenen Erkrankungen und Problemen ein Austausch mit gleichermaßen Betroffenen hilfreich.
Um diesen Austausch zu erleichtern, bietet KOSKON auf ihrer Website www.koskon.de zusätzlich zum Verzeichnis der Selbsthilfegruppen und landesweiten Selbsthilfevereinigungen eine Selbsthilfebörse für Einzelpersonen aus Nordrhein-Westfalen an. Dort können Interessierte auf einen vorhandenen Eintrag antworten oder sich mit ihrem Thema anmelden. Voraussetzung ist, dass es zu diesem Thema in Nordrhein-Westfalen keine Selbsthilfegruppe gibt. KOSKON stellt dann den Kontakt zwischen den Betroffenen her. Die Kontaktvermittlung geschieht nur über KOSKON; ist also anonym und kostenfrei.

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Selbsthilfegruppen zum Thema Erektionsstörungen

Obwohl in Deutschland rund 4,5 Millionen Männer von anhaltenden Erektionsstörungen betroffen sind, existiert nur eine einzige Selbsthilfegruppe zu diesem Thema. Hinter diesen nüchternen Zahlen steckt viel Leid und Einsamkeit.
Das Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit (ISG) hat sich deshalb vorgenommen, Selbsthilfegruppen zum Thema Erektionsstörungen zu initiieren und zu unterstützen. Männer, die Interesse an einem Austausch mit anderen Betroffenen in ihrer Nähe haben, können sich beim ISG-Patientenvertreter melden. Auch Infoblätter zu Erektionsstörungen sind beim ISG erhältlich, die auch unter www.isg-info.de herunter geladen werden können.
Kontakt:
Günther Steinmetz, c/o ISG Geschäftsstelle Uniklinik Freiburg
Hugstetter Str. 55, 79106 Freiburg
E-Mail: shg@isg-info.org – Tel.: 0 81 42/59 04 24 – Fax: 0 12 12/ 6 01 06 19 43

Quelle: ISG Pressemitteilung vom 22.5.

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KOSKON Rundbrief demnächst per E-Mail

KOSKON NRW möchte – wie bereits viele anderen Einrichtungen auch – zukünftige Ausgaben des Rundbriefes wahlweise per elektronischer Post versenden.
Der Vorteil für Sie: Die Papierverwaltung fällt weg; der Vorteil für uns: Wir können in Zeiten der finanziellen Knappheit einen nicht unerheblichen Posten an Portokosten einsparen. Selbstverständlich erhalten alle e-Post-Empfänger/innen auch weiterhin eventuelle Publikationen etc. auf konventionell-postalischem Wege.
Diejenigen, deren Mail-Adresse uns bekannt ist, erhalten bereits diese Ausgabe per Mail. Bitte kreuzen Sie im Begleitschreiben an, ob wir Ihnen auch zukünftig unseren Rundbrief per Mail zusenden sollen oder ob Sie den postalischen Weg bevorzugen.
Wenn Sie diese Ausgabe per Post erhalten haben, kennen wir Ihre Mail-Adresse nicht. Falls Sie den Rundbrief per Mail erhalten möchten, bitten wir Sie, an selbsthilfe@koskon.de einfach eine Mail mit dem Betreff „KOSKON Rundbrief“ zu senden. Wir werden dann die Absenderadresse für Sie in unserem Verteiler aufnehmen. Sollten wir keine Mail-Adresse von Ihnen erhalten, senden wir Ihnen den Rundbrief weiterhin postalisch zu.
Ein begleitender Text ist nur dann erforderlich, wenn die Absenderadresse der Mail nicht mit der gewünschten Zustelladresse übereinstimmt.

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Jahrestagung der DAG SHG in Mannheim

„Selbsthilfe-Kontaktstellen als Partner der gesundheitlichen Versorgung – Kooperation und Teilhabe“ war das Thema der diesjährigen bundesweiten Fachtagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.
In Vorträgen und Arbeitsgruppen wurde deutlich, wie wichtig mittlerweile die Rolle der Selbsthilfe geworden ist, aber auch, mit welch hohen Ansprüchen die Selbsthilfe und Selbsthilfeunterstützung konfrontiert wird. Vor diesem Hintergrund wurde die Zukunft der Selbsthilfe lebhaft diskutiert, vor allem im Hinblick auf die anstehenden Veränderungen des Gesundheitswesens mit seiner unsicheren Finanzierungsstruktur.
Ein ausführlicherer vorläufiger Bericht ist unter www.dag-selbsthilfegruppen.de abzurufen. Hier werden auch in Kürze die Texte der Vorträge sowie ein abschließender Bericht eingestellt.

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Selbsthilfeförderung gemäß § 20 Abs. 4 SGB V

Mit Datum 11. Mai 2006 hat die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen die überarbeitete Version der „Gemeinsame und einheitliche Grundsätze der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20 Abs. 4 SGB V vom 10. März 2000“ veröffentlicht. Hier einige Veränderungen:

  • Bei der Abstimmung mit den maßgeblichen Vertretern der Selbsthilfe auf Bundesebene gab es noch einige Punkte, bei denen noch kein Konsens erzielt werden konnte. Daher wurde auf der jetzigen Fassung der Grundsätze der Hinweis „in Kooperation mit …..“ weggelassen.
  • Zu den bisherigen maßgeblichen Vertretern der Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe, Paritätischer Gesamtverband, DAG SHG e.V.) wurde die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. aufgenommen (3.6.1).
  • Bezüglich des Verzeichnisses der Krankheiten wird darauf verwiesen, dass es sich um Diagnose- bzw. Krankheitshauptgruppen handelt. Die Aufzählung konkreter chronischer Krankheiten hat lediglich exemplarischen Charakter (3.4)
  • Es wird die Einrichtung von Arbeitskreisen – bestehend aus Vertretern der Krankenkassen/-verbände und Vertretern der Selbsthilfe – auf allen Förderebenen vorgeschlagen (3.5)
  • Definition der Förderebenen und deren Zuständigkeiten: Förderung der Bundesorganisationen durch die Hauptverwaltungen der Krankenkassen, der Landesorganisationen und der Selbsthilfe-Kontaktstellen durch die Landesgeschäftsstellen, der örtlichen Selbsthilfe durch die örtlichen oder regionalen Geschäftsstellen (4.1).
  • Detaillierte Beschreibung der Fördervoraussetzungen und des Förderausschlusses sowie der Projektförderung für Dachorganisationen (4.2 und 4.3).
  • Der Einsatz einer „Erklärung zur Wahrung von Neutralität und Unabhängigkeit“ (vormals diskutiert als Selbstverpflichtungserklärung) ist beabsichtigt, aber noch nicht spruchreif (6.).

Die Neuauflage der Grundsätze kann bezogen werden über KOSKON NRW.

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Unabhängige Patientenberatung mit neuer Struktur

Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen werden unabhängige Einrichtungen zur Verbraucher- und Patientenberatung mit jährlich 5.113 Mio. Euro fördern. Träger des Modellverbundes sind der Sozialverband VdK Deutschland e.V. der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und der Verbund unabhängige Patientenberatung e.V. Der neu geschaffene Verbund ist Ergebnis der bundesweiten Ausschreibung der unabhängigen Patientenberatung durch die Spitzenverbände gemäß § 65b SGB V.
Der Modellverbund setzt sich zusammen aus 22 regionalen Beratungsstellen und einer Bundesgeschäftsstelle mit Sitz in Berlin.
Für NRW sind Modellstandorte in Bielefeld, Do-Herdecke, Rheinland und Köln vorgesehen. Ihre Aufgaben sind
- Wahrnehmung der regionalen Wegweiserfunktion,
- Versorgung der Klienten mit allgemeinen Basisinformationen/-beratung
- Einzelfallhilfe als Sonderleistung.
Die genauen Adressen und Ansprechpartner/innen werden zum 1.9.2006 bekannt gegeben.

Quelle: Gemeinsame Presseerklärung Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen vom 11.4.2006

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Aktionswoche Bürgerschaftliches Engagement

Vom 15.-24.9.2006 findet die Aktionswoche Bürgerliches Engagement statt. Das Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration NRW bietet an, Aktionen oder Veranstaltungen, die in diesem Zusammenhang durchgeführt werden, auf den Internetportalen www.engagiert-in-nrw.de und www.engagement-macht-stark.de zu bewerben.
Interessierte, die im Zeitraum der Aktionswoche eine oder mehrere Veranstaltungen realisieren und diese über die o.g. Internetportale bekannt machen möchten, müssen eine entsprechenden Erfassungsbogen ausfüllen und an das MGFFI zurückzuschicken.
Der Erfassungsbogen sowie ein Flyer, der über die Aktionswoche informiert, sind erhältlich bei KOSKON und unter
E-Mail: Engagement@stk.nrw.de 
Fax: 0211 - 837-1570

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Literatur

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Qualitätszirkel in der Gesundheitsförderung und Prävention – Handbuch für Moderatorinnen und Moderatoren. Köln, 2005
Zu beziehen über:
BZgA, 51101 Köln und www.bzga.de, Bestellnummer 61500000

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.): Unfallversichert im Ehrenamt.
Zu beziehen über:
abo@abo.bund.de

Dierks, M.-L., Seidel, G., Horch, K., Schwartz, F.W.: Bürger- und Patientenorientierung im Gesundheitswesen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes Heft 32. Berlin, 2006
Zu beziehen über:
www.rki.de /Gesundheitsberichterstattung und Epidemiologie/Gesundheitsberichterstattung

Kassenärztliche Bundesvereinigung: Patienten-Newsletter.
Über den Link
http://www.kbv.de/patienten-newsletter/kbv_kontakt_01v062006.pdf

kann die
PDF-Version der 1. Ausgabe aus dem Web herunter geladen werden.
Zu abonnieren über
www.kbv.de/service/115.html

Kooperationsberatung für Selbsthilfegruppen und Ärzte: Neue Versorgungsformen. Tagungsdokumentation des 2. Round Table der KV Westfalen-Lippe mit Selbsthilfeorganisationen am 29. Oktober 2005. Bielefeld, 2006
Zu beziehen über:
Kooperationsstelle der KVWL, Am Bach 18, 33602 Bielefeld
Tel.: 05 21 – 5 60 67 16 – Fax: 05 21 – 5 60 67 24, E-Mail: kosa@kvwl.de

Sippel, H.J.: Eine Veranstaltung planen. Tipps und Anregungen. Arbeitshilfen Nr. 5, Verlag Stiftung MITARBEIT, Bonn, 2006
Zu beziehen über:
Buchhandel, ISBN 3-928053-22-1

Verband alleinerziehender Mütter und Väter Bundesverband e.V.: Schwarzbuch Hartz IV und Alleinerziehende. Bergisch Gladbach, 2006
Zu beziehen über:
VAMV Bundesverband e.V. - Hasenheide 70, 10967 Berlin
Tel.: 030 – 6 95 97 86 – Fax: 030 – 69 59 78 77 – E-Mail: kontakt@vamv.de

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