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Aktualisierung der Selbsthilfebörse

Über die Selbsthilfebörse suchen Menschen, die von einer Erkrankung bzw. einem Problem betroffen sind, den Austausch über ihre Erkrankung mit anderen Betroffenen. Voraussetzung für einen Eintrag ist, dass in NRW zu diesem Thema keine Selbsthilfegruppe arbeitet. Durch die Überprüfung aller bisherigen Einträge liegt die Selbsthilfebörse nun in aktualisierter Form vor. Sie ist komplett anzusehen unter: Einzelpersonen suchen Austausch

Seit dem letzten Rundbrief gibt es folgende neue Einträge zur Suche von Betroffenen:

  • Beziehungsunerfahrenheit, auch bekannt als "Absolute beginners" - Suche Gleichgesinnte zum Thema Beziehungsunerfahrenheit und Partnerfindungs-Problematik im Raum Köln-Bonn.
  • Straffälliger Sohn - Sohn sitzt im Gefängnis. Wie verhält man sich dem Umfeld gegenüber? Wie soll es jetzt weiter gehen? Wer hat ebenfalls solche Erfahrungen?
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Erste Patientenbeauftragte in NRW: Frau Dr. Eleftheria Lehmann

„Frau Dr. Eleftheria Lehmann (64) wird die erste Patientenbeauftragte der nordrheinwestfälischen Landesregierung. Sie übernimmt das neu geschaffene Amt zum 1. Mai dieses Jahres. Die promovierte Chemikerin leitete seit Anfang 2008 das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes NRW. Zuvor war die gebürtige Griechin zwölf Jahre lang Präsidentin der nordrhein-westfälischen Landesanstalt für Arbeitsschutz. Das Büro der Patientenbeauftragten wird auf dem Gesundheitscampus in Bochum angesiedelt. Für Personal – 3,5 Vollzeitstellen plus Patientenbeauftragte – und Sachmittel stellt das Land pro Jahr rund 400.000 Euro zur Verfügung.“ Aus: Gesundheit und Gesellschaft. Ausgabe 2/12, 15. Jahrgang.

Weitere Informationen sind auch zu finden auf der Seite des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW unter dem Link

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Vorankündigung: KOSKON-Fachtagung „Netzwerke(n) in der Selbsthilfe“

Am 26. September 2012 findet in Gelsenkirchen im Wissenschaftspark die große Fachtagung der KOSKON statt zum Thema: „Netzwerke(n) in der Selbsthilfe. Themen – Akteure – Projekte“ 

Unter dem Motto „Selbsthilfe leben - Gesundheit stärken“ sollen Netzwerke (als Instrument der Selbstorganisation) vorgestellt und Strategien zum Aus- bzw. Aufbau entwickelt werden. 

Zwei Grundsatzreferate führen in das Thema ein: 

„Soziale Netzwerke – Netzwerktypen und Netzwerkstrategien – Eine Einführung in die Netzwerkperspektiven“ - Dr. Matthias Teller, Berlin, SUSTAINUM Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften GmbH,

und

„Netzwerkpotenziale im virtuellen Sozialraum" - Prof. Dr. phil. Hans Joachim Gehrmann, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit.

Die praktische Umsetzung von Netzwerken in der Selbsthilfe kann in sechs Workshops erlebt werden. Dort werden unterschiedliche Themen, Modelle und Aspekte von bestehenden Netzwerken vorgestellt. 

Die Tagung richtet sich an Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeverbände, Fachkräfte der Selbsthilfe-Unterstützung, professionelle Fachkräfte aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich (wie z.B. Krankenkassen, Krankenhäuser, weitere medizinische Hilfsberufe), Politik, Verwaltung und interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Programm und Einladung werden Mitte August versandt und können ab diesem Zeitpunkt auch unter www.koskon.de downgeloaded werden. 

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Jahrestagung der DAG SHG „Vielfalt gehört dazu“

Mit der 34. Jahrestagung verband sich gleichzeitig das 30jährige Jubiläum des offiziellen Bestehens der DAG SHG sowie das 20jährige Jubiläum der mit veranstaltenden Selbsthilfe-Kontaktstelle Goslar. Unter dem Motto „Vielfalt gehört dazu“ Demographische Entwicklung, Inklusion und Diversität: Herausforderungen für die Selbsthilfe beschäftigten sich fünf ganztägige Workshops mit unterschiedlichen Aspekten wie u.a. Gesundheitsförderung, Pflege oder Migration. 

Den fachlichen Rahmen zu Beginn und am Ende der Tagung bildeten Vorträge. Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann von der ev. Fachhochschule in Bochum machte den Auftakt mit ihrem Vortrag, der den Titel der Tagung thematisierte. Sie führte aus, dass Inklusion und Diversität in der Selbsthilfe bereits verankert sind. Die Umsetzung über die Selbsthilfe hinaus würde  das Bewusstsein der Menschen bzw. das gesellschaftliche Miteinander und damit das Zusammenleben gravierend verändern und zu gegenseitiger Achtung und Wertschätzung beitragen.

Prof. Dr. Gabriela Zink rundete mit ihrem Vortrag die Tagung ab indem sie einen Bogen spannte von den Anfängen der Selbsthilfe-Bewegung hin zu aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen, mit denen sich (vor allem junge) Menschen heute konfrontiert sehen. Sie sieht einen enormen Bedarf für Selbsthilfe, um mit dem individuellen Druck zur ständigen Selbstoptimierung umgehen zu können. Das Verständnis von Selbsthilfe müsse sich aber erweitern, um von Menschen wahrgenommen zu werden. Hier sah sie eine besondere Verantwortung der lange tätigen Selbsthilfe-Aktiven, ihre Erfahrung in angemessener Form weiterzugeben. 

Mehr Informationen unter www.dag-shg.de.

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Neues NAKOS-Projekt: Autonomie der Selbsthilfe

Im Rahmen eines Projektes der NAKOS zu „Kriterien für die Autonomie von Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen. Konzept und Diskurs“ soll im Selbsthilfefeld eine Diskussion angestoßen werden. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Entscheidungshilfen für Transparenzmaßnahmen, Wahrung von Unabhängigkeit und Vermeidung von Interessenkonflikten von Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen sind sinnvoll? Wie lassen sich Erfolge im guten Umgang mit diesen Themen würdigen?

Das Projekt wird von der BARMER GEK gefördert. 

Hintergrund des Projektes: Für die gesundheitsbezogene Selbsthilfe ergeben sich Chancen auf Sponsorengelder –insbesondere durch pharmazeutische Unternehmen und Medizingeräte sowie Hilfsmittelhersteller. Wenn sich Förderer oder Sponsoren finden, die vermeintlich ohne Eigennutz finanziell unterstützen wollen, ist die Selbsthilfe gefordert. Die Annahme solcher Mittel muss sorgfältig geprüft, transparent behandelt und manchmal auch abgelehnt werden, um die Vertrauenswürdigkeit der Selbsthilfe zu bewahren. 

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter 

http://www.nakos.de/site/schwerpunkte-und-projekte/aktuell/neues-wissen

NAKOS, Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen, Wilmersdorfer Straße 39, 10627 Berlin, Telefon 31 01 89-60, Email selbsthilfe@nakos.de

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NAKOS-Broschüre: Transparenz und Unabhängigkeit in der Selbsthilfe

Die NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) hat eine Broschüre erstellt zur „Wahrung von Selbstbestimmung und Vermeidung von Interessenkonflikten. Eine Praxishilfe“. Ziel dieser Praxishilfe ist, Selbsthilfeunterstützerinnen und Selbsthilfeunterstützern eine Informations- und Beratungshilfe an die Hand zu geben, um Selbsthilfegruppen und -initiativen zu den Themenfeldern Spenden, Sponsoring, Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen, Vermeidung von Interessenkonflikten, Transparenz und Unabhängigkeit informieren, aufklären und unterstützen zu können.

Aus dem Inhalt:

  • Interessenkonflikte und Beeinflussung der Selbsthilfe
  • Leitlinien der Selbsthilfe und Offenlegung von Interessenkonflikten
  • Regelungen zur Arzneimittelwerbung und Gebot der unabhängigen Patienten- oder Gesundheitsinformation
  • Rechtsformen und steuerrechtlich relevante Aspekte, eine kaufmännische Orientierung

Die Praxishilfe wurde in dem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten NAKOS-Projekt "Neutralität und Unabhängigkeit – Praxishilfen für die Selbsthilfe-Unterstützung" im Jahr 2011 erarbeitet.

Die Broschüre kann bestellt werden unter dem Link http://www.nakos.de/site/materialien/bestellen/ 

NAKOS Konzepte und Praxis 6. Berlin 2012, ISSN 1863-0154, ISBN 978-3-9813512-6-2

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Europäische Bürgerinitiative (EBI)

Die Europäische Bürgerinitiative ist das erste transnationale Bürgerbeteiligungsinstrument und existiert seit April 2012. Sie eröffnet Bürgerinnen und Bürgern grenzüberschreitend die Möglichkeit, sich mit ihren Anliegen unmittelbar an das Europäische Parlament zu wenden. Das Verfahren umfasst mehrere Schritte. An dessen Ende werden die Initiatoren zu einer Anhörung in das Europäische Parlament geladen, wo sie ihr Thema ausführlich darstellen können.

Nähere Informationen unter www.mitarbeit.de, die Europäische Bürgerinitiative ist zu finden unter http:/ec.europa.eu/citizens-initiative/public/welcome.

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Selbsthilfe im Internet oder google-optimierte Werbeplattform?

Auszug eines Artikels von Rolf Blaga

„Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft – schlechte Konkurrenz dagegen kann den Ruf einer ganzen Branche ruinieren. Wer im Internet einen Patientenratgeber der Pharmaindustrie anklickt, erwartet weder umfassend noch völlig interessenfrei informiert zu werden. Wenn aber die Macher einer Internetseite behaupten, selbst Patienten und damit Teil der Selbsthilfe zu sein, erhofft man sich unabhängige Informationen, jedenfalls keine penetrante Werbung.“

Mit diesem Thema befasst sich der kritische Artikel von Rolf Blaga, Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V., - er ist abzurufen unter www.koskon.de/aktuelles/bund.html

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Unterstützte Selbsthilfe von Menschen mit Demenz

Das Praxisbuch erläutert, warum Selbsthilfegruppen von Menschen mit Demenz wichtig sind, zeigt ganz konkret, wie sie sich initiieren lassen und stellt Ansätze für die Gruppenarbeit vor. Im Mittelpunkt steht das Konzept der Unterstützten Selbsthilfe: Die Betroffenen bestimmen selbst über Gesprächsthemen und Aktivitäten, berufliche und ehrenamtliche Helfer/innen haben unterstützende und moderierende Funktion. Ein Buch für alle, die mehr über die Potenziale der Selbsthilfe von Menschen mit Demenz erfahren oder eine „Unterstützte Selbsthilfegruppe“ aufbauen und begleiten möchten.

Kaplaneck, Michaela: Unterstützte Selbsthilfegruppen von Menschen mit Demenz. Anregungen für die Praxis. Mabuse-Verlag GmbH. Frankfurt/M. 2012, 115 S., 978-3-86321-021-2. Projekt der Arbeitsgemeinschaft Unterstützte Selbsthilfe von Menschen mit Demenz aus Göttingen. www.agush.de 

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Dokumentation der Tagung "Weiter denken: Zukunftsplanung"

Die Dokumentation der Tagung "Weiter denken: Zukunftsplanung" über die persönliche Zukunftsplanung von Menschen mit Behinderung liegt in Form eines (überschreibbaren) USB-Sticks vor und kann ab sofort bestellt werden. Sie enthält die Vorträge und Plenumsveranstaltungen (Text- und Audiodateien), Berichte aus den Arbeitsgruppen, die Lesung über Zukunftsgeschichten und -träume (Video- und Audiodatei), Interviews (Audiodateien), Fotos und vieles mehr.

Kontakt: Anne Ott, Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V., Brehmstr. 5-7, 40239 Düsseldorf, Telefon 0211 / 64004-21, Fax 0211 / 64004-20, Email anne.ott@bvkm.de www.bvkm.de

(aus: SEKIS-Newsletter April 2012)

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Literatur

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