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Mai 2017

Professionelle Selbsthilfe-Unterstützung in NRW nochmals erweitert

Zum 01. April 2017 hat die neue Selbsthilfe-Kontaktstelle für die Kreise Borken/Coesfeld ihre Arbeit aufgenommen. Nachdem die professionelle Selbsthilfe-Unterstützung beider Kreise seit Jahren auf die schmale Ausstattung eines Selbsthilfe-Büros reduziert war, hat die neue Selbsthilfe-Kontaktstelle einen Standort in Borken und in Coesfeld, der mit je einer Mitarbeiterin mit halber Stelle ausgestattet ist.

Die Adressen aller Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW finden Sie unter
www.koskon.de/adressen/selbsthilfe-kontaktstellen

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Selbsthilfe-Kontaktstellen in Nordrhein-Westfalen

2017 können sich acht Selbsthilfe-Kontaktstellen über ihr Jubiläum freuen. Dazu gratulieren wir herzlich! Bis auf die Neugründung in den Kreisen Olpe und Borken/Coesfeld bestehen alle Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW bereits länger als 10 Jahre, die Hälfte von ihnen arbeitet seit mehr als 20 Jahren. Die Selbsthilfe-Kontaktstellen haben damit die Phase ihrer Etablierung längst hinter sich gebracht und ihren Platz im regionalen Gesundheits- und Sozialsystem eingenommen, wo sie sich in zahlreichen Kooperationen mit anderen Akteuren für die Selbsthilfe vor Ort einsetzen.

Jubiläen der SHK in NRW 2017
15 JahreBochum, Kreis Düren, Kreis Lippe Oberhausen, Paderborn
20 JahreHamm, Kreis Steinfurt
30 JahreBonn
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Fachtagung "Vernetzt in die (Selbsthilfe-)Zukunft"

Die Tagung "Vernetzt in die (Selbsthilfe-)Zukunft" am 15. Februar 2017 in Dortmund gab den Startschuss für die künftige gemeinsame Arbeit an relevanten Zukunftsthemen wie zum Beispiel Generationenwechsel in der Selbsthilfe, junge Selbsthilfe, interkulturelle Öffnung oder auch chronisch krank am Arbeitsplatz.
Ein längst überfälliger Schritt, so Hermann Zaum, Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW.

Professor Dr. Rolf Rosenbrock, Gesundheitswissenschaftler und Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, appellierte in seinem Impulsvortrag an die Selbsthilfe, die selbst ein Teil des Wandels sei und aktiv am Veränderungsprozess mitgestalte.

Hermann Zaum, Petra Belke, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Dr.Volker Runge, Katharina BennerDr. Volker Runge, Sprecher der Gesundheitsselbsthilfe NRW und Petra Belke, Koordinatorin der Selbsthilfe-Kontaktstellen NRW, sehen die Fachtagung als ein wichtiges Signal für die gemeinsame Zukunft von Landesverbänden und Kontaktstellen.

Durch den Tag führte Katharina Benner, Geschäftsbereichsleiterin Engagement/Selbsthilfe/Gesundheit im Paritätischen NRW.

Im Bild: Hermann Zaum, Petra Belke, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Dr.Volker Runge, Katharina Benner

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KOSKON-Fortbildungsangebote für die Selbsthilfe-Unterstützung

KOSKON bietet jedes Jahr speziell für Mitarbeiter/innen aus Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros Fortbildungen an. In diesem Jahr sind nachstehende fünf Veranstaltungen geplant:

09.05.2017"Migration, Diversität und interkulturelle Öffnung"
Referentin Sabine Grinda, Veranstaltungsort Düsseldorf (hat bereits erfolgreich stattgefunden)
27.06.2017"Kommunikation im interkulturellen Kontext – mit interkultureller Kompetenz Mehrwert schaffen"
Referentin Sabine Grinda, Veranstaltungsort Düsseldorf
27./28.09.2017"Präsenz im Gruppengespräch" - Zwischen Dialog und Widerstand
Referentin Sabine Falk, Veranstaltungsort Bergisch Gladbach
18./19.10.2017"Ich höre, was Du nicht sagst" - Gelingende Kommunikation in Selbsthilfe-Kontaktstellen
Referent Klaus Vogelsänger, Veranstaltungsort Recklinghausen
07./08.11.2017Coaching für NeueinsteigerInnen. Grundlagen der Selbsthilfe-Unterstützung und -Beratung
Referentin Helga Schneider-Schelte (NAKOS), Veranstaltungsort Bergisch Gladbach
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Aktuelle Einträge in der Selbsthilfebörse

In die Selbsthilfebörse der KOSKON können sich Menschen eintragen, die von einer Erkrankung bzw. einem Problem betroffen sind und den Austausch über ihre Erkrankung mit anderen Betroffenen suchen. Voraussetzung für einen Eintrag ist, dass in NRW zu diesem Thema keine Selbsthilfegruppe arbeitet. Seit dem letzten Rundbrief enthält die Selbsthilfebörse folgenden neuen Eintrag:

  • Tochter an Anorexie verstorben, Verwaiste Eltern nach Anorexie

Die Person hat ihre erwachsene Tochter nach jahrelanger Erkrankung an die Folgen ihrer Anorexie verloren. In Trauergruppen hat sie gemerkt, dass ihre Geschichte und Situation eine andere ist als die der anderen Eltern. Sie sucht den Austausch mit Eltern, deren Kind auch an Anorexie verstorben ist.

Details zu diesen Einträgen sowie Kriterien und das Formular für einen eigenen Eintrag sind zu finden unter: www.koskon.de/adressen/selbsthilfeboerse/einzelpersonen-suchen-austausch.html

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Selbsthilfe in deutscher Gebärdensprache erklärt

Mit dem Ziel, hörbehinderte Menschen in stärkerem Maß auf die Selbsthilfe aufmerksam zu machen sind auf Initiative der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum zwei Filme entstanden. Sie erklären das Prinzip der Selbsthilfegruppen und die Arbeitsweise von Selbsthilfe-Kontaktstellen in Gebärdensprache und sind bei youtube eingestellt. Zu sehen sind sie unter www.selbsthilfenetz.de/de/detail-startseite. Für denjenigen, die keine Gebärdensprache beherrschen, gibt es eine Übersetzung zum Inhalt.

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Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. unterstützt Selbsthilfe

Mit dem Projekt "Aufbau und Stärkung der Demenzselbsthilfe in NRW" fördert der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. die Gründung von Selbsthilfegruppen im Bereich Demenz. Insbesondere ländlich geprägte Regionen stehen dabei im Fokus. Interessierte Personen, bei denen vor Ort noch keine entsprechende Gruppe aktiv ist, erhalten Unterstützung bei der Gruppengründung. Es kann sich dabei sowohl um Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz im frühen Erkrankungsstadium handeln, als auch um Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Die Unterstützung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Gruppen. Es können u.a. folgende Hilfen angeboten werden:

  • Mitwirken bei der Suche nach Unterstützer/innen vor Ort
  • Mitarbeit bei der Gestaltung von ersten Flyern, Übernahme der Druckkosten
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit
  • Informationsmaterial zu den Themen Demenz, Selbsthilfe und Gruppenarbeit
  • Referent/innen
  • Vernetzung mit verschiedenen Akteuren der (Demenz-)Selbsthilfe

Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) und den Landesverbänden der Pflegekassen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.alzheimer-nrw.de.

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Selbsthilfe und Pflege in NRW

Seit dem 01.04.2017 haben die Verbraucherzentrale NRW, die LAG Selbsthilfe NRW und die GSP*, das vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und den Pflegekassen NRW geförderte Kooperationsprojekt KoNAP übernommen.

Ziel des Projektes ist die Koordinierung und Weiterentwicklung bestehender Strukturen der Pflege-beratung und Pflegeselbsthilfe in Nordrhein-Westfalen. Dazu wird eine Landeskoordinationsstelle des "KompetenzNetzwerks Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW" (KoNAP) mit den Bereichen Angehörigenberatung und Pflegeselbsthilfe eingerichtet. Die GSP und LAG Selbsthilfe übernehmen dabei den Schwerpunkt Pflegeselbsthilfe und unterstützen den Aufbau und die Koordination der örtlichen "Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe". Diese sind zu einem großen Teil bei den Selbsthilfe-Kontaktstellen und bei der Alzheimer Gesellschaft angesiedelt. Weitergehende Informationen finden Sie unter:

www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministerin-steffens-lotsen-unterstuetzen-pflegebeduerftige

*Die gemeinnützige Gesellschaft für soziale Projekte mbH (GSP) ist ein Tochterunternehmen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW.

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NRW Selbsthilfepreis 2017

Für kreatives und herausragendes Engagement wurden drei Selbsthilfeorganisationen von den gesetzlichen Krankenkassen und Krankenkassenverbänden in Nordrhein-Westfalen mit dem NRW Selbsthilfepreis 2017 ausgezeichnet.

Gesundheitsministerin Barbara Steffens betonte als Schirmherrin der Initiative und anlässlich der Preisverleihung die Bedeutung der Selbsthilfegruppen und -organisationen.

Der NRW Selbsthilfepreis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und soll unter anderem Anreize für neue, kreative Initiativen schaffen. Die drei Preisträger erhalten jeweils einen Sachpreis in Höhe von 10.000 Euro. 2017 dürfen sich darüber freuen:

  • der Verein "Selbsthilfe Spina Bifida und Hydrocephalus in NRW"
  • der "Cochlear Implant Verband NRW" sowie
  • die "Frauenselbsthilfe nach Krebs NRW"
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Bundestreffen Junge Selbsthilfe 2017

Das diesjährige Bundestreffen Junge Selbsthilfe findet vom 3. bis 5. November in Bonn – Bad Godesberg statt. Das Anmeldeverfahren dazu beginnt im Mai. Teilnehmen können 65 junge Selbsthilfeaktive und Selbsthilfeunterstützer/innen im Alter von 18 bis 35 Jahren. Unterkunft und Verpflegung sind unentgeltlich. Die Veranstaltung wird vom AOK Bundesverband gefördert.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
www.nakos.de/themen/junge-selbsthilfe/bundestreffen-2017

Beim sehr erfolgreichen Bundestreffen Junge Selbsthilfe im letzten Jahr in Heidelberg wurde am Ende eine "Gemeinsame Erklärung" (s. auch KOSKON-Infobrief Januar 2017) formuliert. Diesen Aufruf zu mehr Dialog zwischen den Generationen, mehr Mitsprachemöglichkeiten und mehr Aufklärung über gemeinschaftliche Selbsthilfe haben mittlerweile mehr als 100 Selbsthilfeaktive, -gruppen und Mitarbeitende von Selbsthilfe-Kontaktstellen unterschrieben.

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4. TREFFPUNKTE für junge Erwachsene mit Krebs, bundesweit

Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat ein neues Projekt für junge Menschen, die im Alter von 18 bis 39 Jahren an Krebs erkrankt sind oder waren: TREFFPUNKTE.

TREFFPUNKTE sind von jungen Betroffenen selbst organisierte Treffen in der jeweiligen Region für Patient/innen sowie deren Angehörige und Freund/innen. Hier besteht die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch und zur Planung und Umsetzung von gemeinsamen Aktivitäten, Vernetzungsmöglichkeiten sowie Kontakte zu regionalen Angeboten.

Der erste TREFFPUNKT der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs wurde im Februar 2017 in Jena (Thüringen) gegründet. Der Aufbau von weiteren TREFFPUNKTEN in anderen deutschen Städten ist geplant. Bei Interesse und Fragen können Sie sich an die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs wenden:

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NAKOS-Fachforum zum Thema Unabhängigkeit der Selbsthilfe

Eingebettet in den "Bundeskongress Armut und Gesundheit" am 17. März 2017 stieß das Fachforum der NAKOS auf großes Interesse.

Mit dem Titel "Bestechend unbestechlich – Wie kann die Selbsthilfe ihre Unabhängigkeit wahren?" beleuchteten drei Referent/innen das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Mittelpunkt stand die Frage, was die gemeinschaftliche Selbsthilfe tun kann, um Beeinflussungsversuche etwa der Pharmaindustrie zu erkennen und sicherzustellen, sich nicht vereinnahmen zu lassen.

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Literatur

  • Neue Wege gehen – Junge Menschen für die gemeinschaftliche Selbsthilfe begeistern
    Band 9 der NAKOS-Fachreihe "Konzepte und Praxis" gibt einen Überblick über Formen des Selbsthilfeengagements jüngerer Menschen

  • Broschüre und Begleitheft "Unabhängig und selbstbestimmt: Impulse für die Selbsthilfearbeit"
    Die Broschüre wurde in Ergänzung zur Internetseite "Selbsthilfe bestimmt selbst" entwickelt. Darin wird die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und es werden Impulse für die Auseinandersetzung und für Diskussionen gegeben. Das Begleitheft enthält viele nützliche Denkanstöße und Tipps.
    Alle Materialien sind zu bestellen unter: www.nakos.de/service/neuerscheinungen

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Adressen

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