Telefon: 02166 / 24 85 67

Januar 2017

Professionelle Selbsthilfe-Unterstützung in NRW erweitert

Zum Jahresbeginn 2017 konnte im Kreis Olpe eine Selbsthilfe-Kontaktstelle eingerichtet werden – Initiative und Trägerschaft übernahm das Deutsche Rote Kreuz. Somit konnte auch der einzige noch nicht besetzte Kreis in Nordrhein-Westfalen mit einer professionellen Einrichtung zur Selbsthilfe-Unterstützung ausgestattet werden. In NRW gibt es damit nun 38 Selbsthilfe-Kontaktstellen.

Einen Wechsel der Trägerschaft und des Standortes hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle Mettmann vollzogen. Sie ist seit dem 01.01.2017 nun nicht mehr bei der Kreisverwaltung sondern beim Paritätischen angesiedelt.

Im Kreis Soest ist geplant, dass seit über 25 Jahren bestehende Selbsthilfe-Büro personell aufzustocken und in eine Selbsthilfe-Kontaktstelle zu überführen.

Die Adressen aller Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW finden Sie unter www.koskon.de/adressen/selbsthilfe-kontaktstellen

Nach oben

Broschüre „Selbsthilfegruppen – ein Leitfaden für die Gruppenarbeit“

Der Selbsthilfegruppen-Leitfaden wurde überarbeitet und neu aufgelegt. Die Broschüre hat bereits über viele Jahre ungezählten Menschen geholfen

  • beim Aufbau einer Selbsthilfegruppe
  • der Entwicklung einer Vorstellung zum Austausch mit anderen
  • bei der Suche nach einer Lösung für ihr Problem.

Der Leitfaden gibt einen guten Überblick über alles, was für die erfolgreiche Arbeit einer Selbsthilfegruppe wissenswert ist. Darüber hinaus bietet er Antworten auf wichtige Fragen wie z.B. zu Möglichkeiten der Mitgliedergewinnung oder zur Öffentlichkeitsarbeit.

Die Broschüre kann ab sofort kostenfrei bestellt werden unter www.koskon.de/materialien

Nach oben

KOSKON-Adressbroschüren 2017 druckfrisch vorrätig

Wie in jedem Jahr kann die KOSKON NRW nach umfangreicher Recherche nun auch für 2017 die beiden nachfolgenden Broschüren als Printmedium vorlegen; sie können auch in größerer Stückzahl bei KOSKON kostenfrei bestellt werden.

*Landesweite Selbsthilfevereinigungen /Fach- und Beratungsstellen in NRW

*Selbsthilfe-Unterstützung in NRW

Neben den gedruckten Broschüren können die Daten auch direkt auf der KOSKON-Website unter www.koskon.de unter "Selbsthilfe-Verbände" und/oder unter "Selbsthilfe-Kontaktstellen" abgerufen werden. Hier erfolgt eine bedarfsorientierte Aktualisierung, so dass auch Änderung von Adressdaten im laufenden Jahr 2017 Berücksichtigung finden.

Nach oben

KOSKON aktiv für Patientenbeteiligung in NRW!

Um als PatientenvertreterIn bei Veränderungen und Entscheidungen im Gesundheitssystem mit beraten zu können, ist das Eingebundensein in eine Selbsthilfegruppe eine grundlegende Voraussetzung. Hier kommen Betroffene zusammen um sich gegenseitig zu stärken und Engagement und Rückhalt für Veränderungen über individuelle Lösungen hinaus anzustoßen.

Ein Beispiel der Patientenbeteiligung in NRW sind die kommunalen Gesundheitskonferenzen, in denen Betroffene aus der Selbsthilfe mit Professionellen diskutieren und beraten. Dies war unter anderem auch ein Thema beim Gesundheitspolitischen Fachgespräch mit Gesundheitsministerin Barbara Steffens am 24. November. KOSKON NRW war an dem Gespräch beteiligt mit dem Ziel, sich für die Belange der Selbsthilfe-Unterstützung einzusetzen. Weitere Infos unter www.koskon.de/aktuelles/land

Nach oben

Fachtagung „Vernetzt in die (Selbsthilfe-)Zukunft“

Die Gesundheitsselbsthilfe NRW im Paritätischen und die Koordination der Selbsthilfe-Unterstützung in NRW veranstalten einen Fachtagung „Vernetzt in die (Selbsthilfe-)Zukunft“ am 15.02.2017 in Dortmund.

Mit dieser Tagung treten erstmals Vertreterinnen und Vertreter aus Selbsthilfe–Landesverbände und Selbsthilfe-Kontaktstellen in Nordrhein-Westfalen an, gemeinsam an Themen zu arbeiten die beide Organisationsformen beschäftigt. Dazu wird eine Dokumentation erstellt, auf die wir zu gegebener Zeit hinweisen werden.

Nach oben

Gesundheitspreis NRW geht an das Projekt „Selbsthilfeakademie NRW“

Die „Selbsthilfeakademie NRW“ erringt den 2. Platz beim „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen“, der vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW vergeben wird.

Die Selbsthilfeakademie NRW´, so das Minsierium, ´stärkt in vorbildlicher Weise die gesundheitliche Selbsthilfe, die ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens ist. Weitere Informationen unter www.koskon.de/aktuelles/land

Die Selbsthilfe-Akademie NRW bietet zu unterschiedlichsten Themen Fortbildungen für Selbsthilfegruppen an. Einzelnen Themen der Seminare und weitere Infos finden sich auf der Website der Selbsthilfe-Akademie unter www.paritaetische-akademie-nrw.de.

Nach oben

Rückschau zur Kassenartenübergreifenden (Pauschalen) Selbsthilfe-Förderung 2016

Die Krankenkassen/-verbände in NRW haben das gemeinsam Förderverfahren 2016 abgeschlossen. Folgende Beträge wurden ausgezahlt:

Für die Landesorganisationen wurden - auf 82 Selbsthilfe-Organisationen verteilt - ein Förderbetrag von 1.243.500,-€ Pauschalförderung ausgezahlt.

Das Budget für die Selbsthilfe-Kontaktstellen wurde in 2016 deutlich erhöht. Diese Steigerung in Höhe von rund 1,5 Mio. € sollte aber nur dann zum Tragen kommen, wenn u.a. die Kontaktstellen ihr Beratungsangebot erweitern und sie dazu zusätzliches Personal einstellen.

Bis auf eine Ausnahme haben alle Kontaktstellen von diesem Angebot Gebrauch gemacht und insgesamt 16 Stellen eingerichtet, die im Laufe des Jahres besetzt wurden. Insgesamt wurden 2.846.908,- € an die Träger der Kontaktstellen überwiesen.

Das Budget für die örtlichen Selbsthilfegruppen wurde in diesem Jahr ebenfalls erhöht um

95.000,- € aus den Restmitteln 2015. Darüber hinaus haben einige Krankenkassen ihr kassenindividuelles Budget für die Pauschalförderung zur Verfügung gestellt. Dadurch erhöhte sich das Budget auf insgesamt 2.325.308,37 €. Dieser Betrag wurde den regionalen Fördergremien der 54 Städten und Kreisen in NRW im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gkv-selbsthilfefoerderung-nrw.de

Nach oben

Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt | 2016

Der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Patientinnen und Patienten weist darauf hin, dass der aktuelle Jahresbericht mit o.g. Titel abrufbar ist. Er steht auf der Homepage des Patientenbeauftragten www.patientenbeauftragter.nrw.de

Nach oben

Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.

Die 39. Jahrestagung der DAG SHG e.V. findet in diesem Jahr in Konstanz statt vom 21. bis 23. Juni.

Kooperationspartnerinnen sind die Selbsthilfe-Kontaktstelle Landkreis Konstanz und die LAG KISS Baden-Württemberg. Weitere Infos zu Inhalt und Organisation werden voraussichtlich ab März auf der Website der DAG SHG zu finden sein unter www.dag-shg.de.

Die Einladungen zur Tagung werden dann zeitnah versandt.

Nach oben

Junge Selbsthilfeaktive fordern mehr Dialog auf Augenhöhe - Gemeinsame Erklärung „Junge Selbsthilfe – Sowieso!“

Die Teilnehmenden des Bundestreffen Junge Selbsthilfe 2016 haben eine Gemeinsame Erklärung entwickelt, in der sie ihre Wünsche und Vorstellungen für die gemeinschaftliche Selbsthilfe formulieren. Sie rufen auf zu einem Dialog auf Augenhöhe zwischen jungen und älteren Selbsthilfeaktiven und fordern mehr Mitsprachemöglichkeiten in Selbsthilfeverbänden: „Junge Menschen wollen sich ausprobieren, sich selbst vertreten und ihre eigenen Wege in der Selbsthilfe finden“, heißt es darin.

Die Gemeinsame Erklärung „Junge Selbsthilfe – Sowieso!“ wurde kürzlich offiziell veröffentlicht. Zugleich wurde auf www.nakos.de eine Unterschriftenaktion gestartet, an der sich alle beteiligen können, die die Anliegen junger Menschen in der gemeinschaftlichen Selbsthilfe unterstützen möchten.

Die Pressemitteilung zur Gemeinsamen Erklärung finden Sie unter folgendem Link:

www.nakos.de/themen/junge-selbsthilfe/bundestreffen-2016

Die Gemeinsame Erklärung können Sie hier direkt herunterladen:

www.nakos.de/data/Texte/2016/NAKOS-Bundestreffen-Gemeinsame-Erklaerung.pdf

Die Unterschriftenaktion finden Sie hier:

www.nakos.de/themen/junge-selbsthilfe/gemeinsame-erklaerung

Nach oben

Kampagne für die Jungen Selbsthilfe

Mit der Kampagne „Mehr als ein Stuhlkreis“ möchte das Projekt Junge Selbsthilfe Berlin-Mitte / StadtRand gGmbH junge Menschen für diese Form der gegenseitigen Unterstützung begeistern. Fünf junge Menschen aus fünf unterschiedlichen Selbsthilfegruppen erzählen von ihren eigenen Erfahrungen in der Selbsthilfe und ermutigen Andere, es einfach auch mal auszuprobieren. Die Kampagne richtet sich an junge Menschen, die mit ihren Anliegen nicht alleine bleiben möchten, an ihre FreundInnen und Angehörigen. Außerdem sollen SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, PädagogInnen und andere Fachkräfte für das Thema Selbsthilfe sensibilisiert werden. Zur Kampagne gehören fünf Postkarten- und Plakatmotive, die kostenfrei bei StadtRand gGmbH bestellt werden können unter mehr-als-stuhlkreis.de/kampagne

Nach oben

Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeunterstützung im Spiegel der SHILD-Studie

Das Projekt SHILD ist eine vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Studie zum Stand der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in Deutschland. Sie wird vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universität zu Köln koordiniert (Zeitraum: 2012 bis 2017).

Bereits abgeschlossen ist bisher eine umfassende Situationsanalyse. Dazu wurden Selbsthilfegruppen, landes- und bundesweite Selbsthilfe-Organisationen sowie Selbsthilfe-Kontaktstellen befragt.

Einige Ergebnisse der Studie hat NAKOS herausgegriffen. Sie könnten für diejenigen, die aufgrund von beruflichen und ehrenamtlichen Kontexten über Kenntnisse der Selbsthilfe und Selbsthilfeunterstützung verfügen, von besonderer Bedeutung, überraschend oder auch entlastend sein.

Zu finden sind diese Ergebnisse im "NAKOS-INFO 115". Die Broschüre kann bestellt oder downgeloaded werden unter www.nakos.de/service/nakos-info - Seite 63ff

Nach oben

Neues Internet-Forum der Deutschen ILCO

Im neuen Internet-Forum der Deutschen ILCO können sich Menschen mit Stoma oder Darmkrebs - und ihre Angehörigen - ab sofort rund um die Uhr austauschen. Das Forum ist als Ergänzung zu den Gruppentreffen und weiteren Angeboten der ILCO gedacht und soll kein Ersatz für den Arztbesuch oder den persönlichen Austausch in der Gruppe sein. Wer Interesse daran hat muss sich anmelden und registrieren. Dies ist in wenigen Schritten möglich, und es werden nur wenige Daten – wie eine eigene E-Mail-Adresse – abgefragt.

Moderiert wird das Forum ehrenamtlich von geschulten ILCO-Mitgliedern. Die Moderatoren achten zum Beispiel darauf, dass die Forumsregeln beachtet und eingehalten werden, und niemand andere beleidigt. Darüber hinaus begrüßen sie die neu angemeldeten Nutzer des Forums und sind Ansprechpartner, wenn jemand Hilfe beim Umgang mit dem Forum benötigt: www.ilco.de/forum

Nach oben

Fortbildungsprogramm 2017 des Paritätischen Bildungswerks

Das Paritätische Bildungswerk hat das Fortbildungsprogramm für 2017 zusammengestellt. Eine Anmeldung ist bereits jetzt für alle Veranstaltungen möglich. Eine Übersicht der Fortbildungsseminare und -themen sowie eine Anmeldemöglichkeit gibt es unter www.pb-paritaet.de/gesamtuebersicht

Nach oben

Literatur / Filme

  • Wahrnehmen, Deuten, Handeln - Rechtsextremismus in der Sozialen Arbeit keinen Raum bieten

    In Zusammenarbeit mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr) hat der Paritätische Gesamtverband die o.g. Handreichung herausgegeben. Sie soll Basiswissen zum Thema Rechtsextremismus und Rassismus zur Verfügung stellen. Orientiert an Praxis und Alltag, sollen Tipps und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit rechtsextremen Positionen und Phänomenen gegeben werden. Ziel dieser Handreichung ist es, zentrale Ansatzpunkte zu beleuchten, Hilfestellungen zu leisten und auf weiterführende Informationsmöglichkeiten hinzuweisen.Die Handreichung steht als Pdf-Datei zur Verfügung unter www.paritaet.org

Nach oben