Telefon: 02166 / 24 85 67

Neue Selbsthilfe-Kontaktstelle in Wuppertal

In Wuppertal gab es bereits 1986 und 1987 eine der ersten Selbsthilfe-Kontaktstellen in Nordrhein-Westfalen. Leider musste sie nach Auslaufen der AB-Maßnahme, durch die die Personalkosten gedeckt wurden, geschlossen werden. Seit August 2006 gibt es wieder eine Kontaktstelle:

Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen
Stadt Wuppertal/Ressort 201.PB
Neumarkt 10, 42103 Wuppertal
Tel.: 02 02/5 63 45 19,
mail roswitha.brauer@stadt.wuppertal.de

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Neue Selbsthilfe-Büros

Seit 2005 gibt es in NRW nach einem Konzept, das der Paritätische mit den gesetzlichen Krankenkassen erarbeitet hat, in einigen Städten und Kreisen, in denen es noch keine Selbsthilfe-Kontaktstelle gibt, Selbsthilfe-Büros. Auch sie sind Einrichtungen zur Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeinteressierten, haben aber eine wesentlich geringere personelle Ausstattung als Selbsthilfe-Kontaktstellen und können daher Unterstützungsleistungen auch nur in geringerem Umfang anbieten.

Selbsthilfebüro Hagen
Bahnhofstr. 41
58095 Hagen
0 23 31/18 15 16
lohmann@paritaet-nrw.org

Euregionales Selbsthilfe-Büro Kreis Kleve
Emmericher Str. 109
47533 Kleve
0 28 21/7 80 00
barbara.bause@paritaet-nrw.org

Selbsthilfebüro Gummersbach
Am Wiedenhof 1-3
51643 Gummersbach
0 22 61/81 68 07
sh-buero-gm@paritaet-nrw.org

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20 Jahre sekis Bonn

Am 1. Februar 1987 hat „sekis“ – die Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle in Bonn – ihre Arbeit aufgenommen. In der Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und finanziell unterstützt durch die Stadt Bonn und seit 2002 auch durch die gesetzlichen Krankenkassen hat sich die sekis 20 Jahre erfolgreich eingesetzt für die Belange der Selbsthilfe in Bonn. Wir gratulieren den Kolleginnen Heidi Großmann, Gabriele Kuchem-Göhler und Elisabeth Skalinou und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg für ihr Engagement zum Nutzen der Selbsthilfe.
Zum 20jährigen Bestehen hat sekis ein Sonderinfo „20 Jahre sekis“ herausgebracht.
Zu beziehen über
sekis Bonn, Lotharstr. 95, 53115 Bonn, oder als download unter www.sekis-bonn.de

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KOSKON Broschüren

KOSKON NRW hat ein Leporello erstellt, in dem alle Themen aufgeführt sind, für die es in Nordrhein-Westfalen Selbsthilfegruppen gibt. Die Mail-Bezieherinnen und -Bezieher des Rundbriefes erhalten ein Exemplar per Post, beim Postbezug ist dem Rundbrief ein Exemplar beigefügt. Weitere Exemplare können – auch in größerem Umfang – bei KOSKON bestellt werden.

Die seit einiger Zeit vergriffene Broschüre „Selbsthilfegruppen – Ein Leitfaden für die Gruppenarbeit“ konnte neu aufgelegt werden. Sie kann ebenfalls bei KOSKON bestellt werden.

Auch die beiden Broschüren „Selbsthilfe-Unterstützung in Nordrhein-Westfalen“ und „Landesweite Selbsthilfe-Vereinigungen in NRW“, deren aktualisierte Ausgaben bereits Ende 2006 ver-sandt wurden, können von KOSKON bezogen werden.

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Versicherung im Ehrenamt in NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine Unfall- und Haftpflichtversicherung für Ehrenamtliche abgeschlossen, die nicht bereits anderweitig geschützt sind. Zur Information über die Landesversicherung gibt es den Flyer „Sicherheit im Ehrenamt“. Er kann unter Angabe der Veröffentlichungsnummer 1015 bestellt werden unter www.mgffi.nrw.de.
Für Selbsthilfegruppen wichtig:
„Personen, die regelmäßig aktiv an Treffen von Selbsthilfegruppen teilnehmen, die auf der Basis gegenseitiger Unterstützung arbeiten, sind im Sinne der Versicherung ehrenamtlich Engagierte. Damit gilt der Versicherungsschutz auch für diese Personen.
Im Falle eines Schadensfalles ist die regelmäßige aktive gegenseitige Unterstützung auf der Schadensanzeige zu vermerken.“

Quelle Telefonvermerk Ecclesia Versicherungsdienst vom 21.9.2006.

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Selbsthilfeförderung gemäß § 20

Im Rahmen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes soll auch die Selbsthilfeförderung nach § 20 SGB V neu geregelt werden. Wesentlich ist die Formulierung „Die Krankenkassen und ihre Verbände fördern Selbsthilfegruppen und -organisationen …..“, mit der die Krankenkassen stärker als bisher zur Förderung verpflichtet werden. Außerdem sollen 50% der Mittel in eine kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung fließen, die andere Hälfte können die Kassen nach eigenem Ermessen verausgaben. Erreicht eine Kasse den für 2006 festgelegten Betrag von 0,55 € je Versichertem nicht, fließen die nicht verausgabten Mittel ebenfalls in die Gemeinschaftsförderung des Folgejahres. Damit soll gewährleistet werden, dass die Kassen anders als bisher den vollen Förderbetrag ausschütten. Allerdings räumt der Referentenentwurf nach wie vor die Möglichkeit ein, Personalkosten als Förderbeträge zu verbuchen, dann nämlich, wenn eigene Angestellte für Selbsthilfegruppen tätig werden.
Der Referentenentwurf mit Begründung sowie eine Stellungnahme der DAG SHG e.V. kann heruntergeladen werden unter
www.dag-selbsthilfegruppen.de/site/neues/aktuell.

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Zuzahlungsbefreite Arzneimittel

Unter www.gkv.info können die Listen der zuzahlungsbefreiten Arzneimittel heruntergeladen werden. Sie gelten für alle Versicherten, unabhängig davon, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind. Nach dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) können Arzneimittel von der Zuzahlung befreit werden, wenn ihr Preis mindestens 30% unter dem Festpreis liegt. Der Festpreis legt die Grenze fest, bis zu der die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten von Medikamenten übernehmen.

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Initiative zur Steuererleichterung für Ehrenamtliche

Mit einer Initiative „Hilfen für Helfer“ will das Bundesfinanzministerium all diejenigen unterstützen, die mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement einen „wesentlichen Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft“ leisten. Dazu sollen das Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht großzügiger geregelt und Spender, Stiftungen, Vereine, Übungsleiter und die Menschen, die sich engagieren, unterstützt werden.
Das Ministerium will damit ein konkretes Zeichen der Anerkennung für die Leistung dieser Menschen geben. Im Dezember 2006 hat das Bundesministerium der Finanzen die Eckpunkte der Initiative „Hilfen für Helfer“ veröffentlicht. Zurzeit erarbeitet das Bundesministerium der Finanzen auf der Basis der Eckpunkte einen Referentenentwurf. Nach jetzigem Stand ist die Kabinettbefassung für Januar/Februar 2007 geplant.
Informationen unter
www.bundesfinanzministerium.de

Quelle SEKIS – Newsletter Januar 2007, S. 4

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Bürgertelefon des BMG

Das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit ist eine kompetente Anlaufstelle für alle Fragen rund um das deutsche Gesundheitssystem. Es berät zu den Themenbereichen
- gesetzliche Krankenversicherung – 01805/99 66 02
- Pflegeversicherung – 01805/99 66 03
- Gesundheitliche Prävention – 01805/99 66 09.
Für Gehörlose und Hörgeschädigte steht ein spezieller Beratungsdienst zur Verfügung
- Schreibtelefon 1805/99 66 07, Fax 01805/99 66 08
Mail info.deaf@bmg.bund.de, info.gehoerlos@bmg.bund.de
Die Beratungstelefone sind erreichbar von
Montag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr,
Freitag von 8 bis 12 Uhr
(12 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz).
Ausführliche Informationen zur Gesundheitsreform stehen auch im Internet unter www.die-gesundheitsreform.de.

Quelle Bundesministerium für Gesundheit, Pressemitteilung vom 29. November 2006

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Kassenärztliche Vereinigungen setzen auf Patientenorientierung

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie die Kassenärztlichen Vereinigungen auf Landesebene wollen sich verstärkt an Patienten orientieren und mit diesen kooperieren. Erste Initiativen der KBV sind die Einrichtung einer Stabsstelle Patientenorientierung unter Leitung von Klaus Balke sowie eines Patientenbeirats. Der Patientenbeirat setzt sich aus acht Personen verschiedener Patientenverbände zusammen, die den KBV-Vorstand im Vorfeld von Entscheidungen aus Patientensicht beraten sollen. Dabei steht die Verbesserung der Dienstleistungen für Patientinnen und Patienten im Vordergrund.
Die Stabsstelle Patientenorientierung hat als eine ihrer ersten Aufgaben einen Patienten-Newsletter herausgegeben. Er ist abrufbar über www.kbv.de/publikationen.
Mit der Einrichtung von Patientenbeiräten auf Landesebene sind bereits die KV Hessen und die KV Niedersachsen dem Beispiel der KBV gefolgt.

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Patientenuniversität in Hannover

In Hannover wurde die erste deutsche Patientenuniversität gegründet. Die Patientenuniversität ist eine unabhängige Bildungseinrichtung an der Medizinischen Hochschule Hannover. Ihr Ziel ist

  • Wissen der Medizin verständlich zu vermitteln

  • über körperliche und seelische Abläufe im menschlichen Körper aufzuklären

  • Erkrankte und ihre Angehörigen im Umgang mit einer Erkrankung zu unterstützen

  • mitzuhelfen, die Rechte der Patientinnen und Patienten zu stärken

  • Kenntnisse über Strukturen des Gesundheitswesens und methodische Grundlagen zu vermitteln.

Die Patientenuniversität hat Angebote in drei Fachbereichen

  • Gesundheitsbildung für Bürgerinnen und Bürger – Medizin verständlich erklärt

  • Gesundheitssystemkompetenz für Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter – Fachwissen für die Interessenvertretung von Patienten in politischen Gremien

  • Patientenschulung für Erkrankte – Schulungsprogramme zur Unterstützung des Selbstmanagements“

    Ausführliche Kursbeschreibungen unter www.patienten-universitaet.de

    Quelle Flyer Patientenuniversität 

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    Literatur

    Bobzien, M., Huntertmark-Mayser, J., Thiel, W.: Selbsthilfe unterstützen. Fachliche Grundlagen für die Arbeit in Selbsthilfekontaktstellen und anderen Unterstützungseinrichtungen. Ein Leitfaden. NAKOS Konzepte und Praxis 1. Berlin, 2006
    Zu beziehen über
    NAKOS, Wilmersdorfer Str. 39, 10627 Berlin, Tel 030/31 01 89 60, Fax 030/31 01 89 70, selbsthilfe@nakos.de

    Breuer, W. (Hrsg.): Brücken bauen – Junge Suchtkranke in der Selbsthilfe. Kassel 2006
    Zu beziehen über
    Kreuzbund e.V., Postfach 18 67, 59008 Hamm, Tel 02381/67 27 20, Fax 02381/6 72 72 33, info@kreuzbund.de und als dowload unter www.kreuzbund.de/download/kreuzbund_handbuch_breucken_bauen.pdf

    Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (Hrsg.): Kooperation von Ärzten und Selbsthilfegruppen – für alle ein Gewinn. Düsseldorf, 2006
    Zu beziehen über
    KOSA, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf, Tel 0211/59 70 80 90, Fax 0211/59 70 80 82, kosa@kvno.de

    Nickel, S., Werner, S., Kofahl, C., Trojan, A. (Hrsg.): Aktivierung zur Selbsthilfe. Chancen und Barrieren beim Zugang zu schwer erreichbaren Betroffenen. Gesundheitsförderung und Selbsthilfe Bd. Nr. 15. Bremerhaven, 2006
    Zu beziehen über
    BKK Bundesverband, Kronprinzenstr. 6, 45128 Essen, praevention@bkk.de

    Steinke, K.: Projekte überzeugend präsentieren. So vermitteln Sie Ihr Anliegen klar und einprägsam. Arbeitshilfen Nr. 25, Bonn, 2006
    Zu beziehen über:
    Stiftung Mitarbeit www.mitarbeit.de oder Buchhandel ISBN 3-928053-76-0, € 6,00

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